Reise

Friedliche Grenzziehung Zwölf Leuchtturmprojekte / Zahlreiche Sonderveranstaltungen geplant

Startschuss zum deutsch-dänischen Freundschaftsjahr

Die friedliche Grenzziehung zwischen Deutschland und Dänemark durch eine Volksbefragung im Jahr 1920 jährt sich bald zum 100. Mal. Die engen nachbarschaftlichen Beziehungen feiern die beiden Länder daher 2020 mit einem deutsch-dänischen Kulturellen Freundschaftsjahr.

Band noch enger knüpfen

Ausgehend von den tiefen politischen, historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen soll das Freundschaftsjahr das nachbarschaftliche Band noch enger knüpfen. Das Deutsch-Dänische Kulturelle Freundschaftsjahr umfasst zwölf Leuchtturmprojekte mit mehr als 100 Ausstellungen, Konzerten, Theatervorstellungen, Debatten und Projekten zu Kulturaustausch und –tourismus.

Startschuss des Freundschaftsjahres war die offizielle Eröffnung einer großen Deutschlandausstellung im Kopenhagener Nationalmuseum, die bis 1. März 2020 zu sehen ist. Verantwortlich für das Projekt Deutsch-Dänisches Kulturelles Freundschaftsjahr sind die Botschaften der beiden Länder, das Goethe-Institut sowie die dänische Kulturbehörde.

Kommende größere Veranstaltungen im Rahmen des Freundschaftsjahres 2020 sind unter anderem das VinterJazz-Festival „Kraut Remixed“ in mehreren dänischen Städten vom 6. bis 29. Februar 2020, eine Ausstellung der Schmucksammlung des staatlich-dänischen Kunstfonds in München (10. März bis 14. Juni 2020), die Ausstellung „Always together – mostly happy“ in Hamburg und Aarhus mit Werken junger dänischer und deutscher Künstler (1. Mai bis 30. September 2020), das Reeperbahn-Festival in Hamburg, das 2020 ganz im Zeichen dänischer Bands stehen wird (16. bis 19. September 2020), und eine große Wechsel-Ausstellung zum 250. Geburtstag des berühmtesten dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen, dessen Werke in Kopenhagen ab 8. März und München ab 19. November 2020 zu sehen sein werden. Ein ganz besonderes Datum für die deutsch-dänische Geschichte ist das Jahr 2020 für die Grenzregion zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Kolding: 65 Jahre nach dem deutsch-dänischen Krieg 1864 wurde das von Deutschland annektierte Nordschleswig 1920 wieder ein Teil Dänemarks. „Genforeningen“, die Wiedervereinigung, ist für das nationale Empfinden in Dänemark ein ebenso einschneidendes Erlebnis wie der Mauerfall für Deutschlands Geschichte.

Der heutige Grenzverlauf geht allerdings auf eine Volksbefragung zurück, deren Votum die Rückkehr Nordschleswigs an Dänemark und den Verbleib Flensburgs und Südschleswigs unter deutscher Hoheit festlegte.

Wiedervereinigung wird gefeiert

Die Wiedervereinigung wird im Jubiläumsjahr 2020 nicht nur im deutsch-dänischen Grenzgebiet, sondern in ganz Dänemark mit zahlreichen Sonderveranstaltungen gefeiert und soll die Bedeutung dieses historischen Ereignisses insbesondere für Dänemark unterstreichen.