Reise

Touristen verachten einander

Archivartikel

Der Studienreisende schaut despektierlich auf den Strandurlauber, der Backpacker grenzt sich vom Stadtbesucher ab und alle kritisieren den Tourismus an sich. Was dahintersteckt und warum wir in der Spirale der Verachtung stecken, erklärt der italienische Tourismus-Philosoph Marco d’Eramo.

Herr d’Eramo, verstehen Sie sich als ein Reisender oder als Tourist?

Marco d’Eramo: Wer sich selbst als Reisender definiert, tut das, um sich vom Touristen abzugrenzen. Im Grund sind wir aber alle Touristen, die Touristen verachten.

Sie nennen das die Hierarchie der Verachtung. Was meinen Sie damit genau?

d’Eramo: Es geht

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