Reise

Wales

Weniger Müll für intakte Landschaft

Mit der „Zero-Waste“-Kampagne hat sich Wales ein ambitioniertes Ziel gesetzt – bis zum Jahr 2050 keinen Restmüll mehr zu produzieren, der nicht recyclebar ist. Für die Umsetzung der Kampagne stehen bereits mehrere einfallsreiche Initiativen in den Startlöchern und ein Gesetz, das zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Erde für zukünftige Generationen verpflichtet.

Was vielseitige Landschaften, atemberaubende Küsten und eine intakte Flora und Fauna anbelangt, ist Wales im Westen der britischen Insel eine der herausragendsten Regionen des Vereinigten Königreichs. Dies alles zu bewahren, ist seit vielen Jahren eines der großen Ziele der walisischen Regierung und ansässiger Unternehmen – von traditionsreichen Marktführern bis hin zu Start-Ups gleichermaßen.

Neben der massiven Reduktion der Treibhausgas-Emission im öffentlichen Sektor bis zum Jahr 2030, als Teil der EU-Klimapolitik, plant das Land im Rahmen des Programms „One Wales – One Planet“ bis Mitte des Jahrhunderts keinen nicht wiederverwertbaren Restmüll mehr zu produzieren. Bereits bis zum Jahr 2025 werde, so die walisische Regierung, das Abfallaufkommen deutlich um rund 30 Prozent reduziert. Zudem werden neue Recyclingmöglichkeiten geschaffen und walisische Unternehmen bei Müllvermeidungsthemen unterstützt, wie beispielsweise beim Design künftiger Produktverpackungen.

Zu den kreativen Ideen, die in diesem Rahmen entstanden sind, zählen wegweisende Lebensmittelläden mit Unverpackt-Konzept sowohl in Cardiff, als auch in kleinen Ortschaften. Diese machen es nicht nur möglich, unverpackte Waren in mitgebrachte Behälter abzufüllen und einzukaufen, sondern lenken die Aufmerksamkeit auch darauf, welche Rolle Verpackungen und Müll beim Klimawandel einnehmen.

Im Kampf gegen den Klimawandel engagiert sich Wales zudem mit diversen Projekten für den Schutz und die Wiederaufforstung von Tropenwäldern in Afrika und Südamerika. Zusammen mit der gemeinnützigen Organisation „Size of Wales“ hat die walisische Regierung im Rahmen des Programms „Wales für Afrika“ bereits zehn Millionen Bäume im Osten Ugandas gepflanzt.