Rhein-Neckar

Ladenburg Spenden fließen unter anderem in den Libanon

111 Sternsinger setzen Zeichen für Frieden

Mit dem Schicksal des Mädchens Nur und ihrer Familie hat Gemeindereferentin Silvia Streun in der St. Gallus-Kirche die diesjährigen Sternsinger in Ladenburg motiviert: Die Spenden, die insgesamt 111 Mädchen und Jungen zum 5. Januar gruppenweise an den Haustüren sammeln, sollen auch der Sechsjährigen aus dem Bürgerkriegsland Syrien zugutekommen, die nach Auskunft von Streun seit fünf Jahren mit Geschwistern und Eltern in einer Flüchtlingssiedlung im benachbarten Libanon lebt.

„Ihr größter Wunsch ist Frieden, und ihr setzt euch dafür ein, dass Nur einen Teil ihres Lebens in Frieden leben kann“, sagte Streun beim kurzen Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Stößer. „Frieden! In Libanon und weltweit“, so heißt auch das Motto der Aktion zugunsten von internationalen Hilfsprojekten. „Es ist wichtig, dass ihr auf die Straßen und zu den Menschen geht“, bekräftigte Streun. Dazu passte das Abschlusslied „Kinder können was bewegen“.

Mit der Teilnehmerzahl von 111 Sternsingern ist Christian Schadwinkel von der örtlichen Organisationsgruppe nicht ganz zufrieden: „Es wird eng, aber gerade so aufgehen, dass wir Ladenburg abdecken können.“ 2019 waren noch 122 Sternsinger in der Römerstadt unterwegs. pj

Zum Thema