Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße „MM“ stellt Kandidaten für Gemeinderat vor

25 Listen und mehr als 500 Namen

Die Wahlausschüsse der Städte und Gemeinden haben getagt, die Listen der Bewerber für die Gemeinderatswahl am 26. Mai stehen fest. Fast überall im Verbreitungsgebiet dieser „MM“-Ausgabe treten die gleichen Parteien und Gruppierungen an wie vor fünf Jahren. In Schriesheim sind erstmals die AfD und eine Bürgerliste am Start, in Edingen-Neckarhausen streben diesmal auch die Linken den Einzug in den Gemeinderat an.

In den Städten Ladenburg und Schriesheim und in den Gemeinden Edingen-Neckarhausen, Heddesheim und Ilvesheim werden zusammen rund 50 000 Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen sein. Zur Wahl stehen dabei Bewerber von mindestens vier verschiedenen Listen. Insgesamt bedeutet das allein in den genannten Kommunen eine Auswahl von mehr als 500 Kandidaten – Männer und Frauen, die bereit sind, sich im Gemeinderat zu engagieren und die Entwicklung ihrer Stadt oder Gemeinde mitzugestalten.

Alle Bewerber im Bild

Um den Lesern im Vorfeld der Wahl einen Überblick zu geben, stellen wir ab heute alle Kandidaten in Form eines kurzen Steckbriefs vor. Neben den Standardangaben zur Person haben wir sie auch gefragt, wo sie sich außerhalb der Kommunalpolitik ehrenamtlich engagieren, und warum sie in den Gemeinderat gewählt werden wollen. Außerdem haben wir die Kandidaten um ihre E-Mail-Adresse gebeten, damit die Bürger bei Bedarf direkt mit ihnen Kontakt aufnehmen können.

Frauen sind in den Gemeinderäten bislang noch deutlich unterrepräsentiert. Um das zu ändern, hatte der Landtag bereits für die vergangene Kommunalwahl beschlossen, dass Männer und Frauen bei der Aufstellung eines Wahlvorschlages für die Kommunalwahl gleichermaßen berücksichtigt werden sollen. Diese Sollvorschrift wird nur bei relativ wenigen Listen in der Region erfüllt. In der Praxis bleibt die Missachtung der Sollvorschrift jedoch ohne Konsequenzen. „Die Beachtung (...) ist nicht Voraussetzung für die Zulassung eines Wahlvorschlags“, heißt es dazu nämlich im Wahlgesetz.