Rhein-Neckar

68-Jähriger soll Ehefrau nach jahrelangem Streit getötet haben

Archivartikel

Ein jahrelanger Beziehungsstreit ist ersten Ermittlungen zufolge der Grund für die tödlichen Schüsse eines 68-Jährigen in Neuhofen in der Pfalz auf seine Ehefrau gewesen. Der Mann habe bei seiner Vernehmung gesagt, seine Frau habe ihn seit 2013 immer wieder verlassen, sei dann aber immer wieder in die gemeinsame Wohnung zurückgekehrt, sagte der Leitende Staatsanwalt Hubert Ströber in Frankenthal am Freitag.

Als der Rentner seine zwei Jahre jüngere Frau am Mittwochabend aufgefordert habe, ihre eigene Wohnung aufzugeben und bei ihm zu bleiben, sei der Streit eskaliert. Daraufhin habe er eine von zwei Pistolen im Flur geholt und seiner Frau zweimal in den Kopf geschossen. Mit der anderen Pistole habe er sich anschließend selbst töten wollen. Doch der Mut habe ihn verlassen, als er das Blut gesehen habe, berichtete der Staatsanwalt aus der Vernehmung.

Der 68-Jährige hatte daraufhin den Notruf verständigt, von seiner Tat berichtet und sich anschließen widerstandslos festnehmen lassen. Er sitzt wegen Mord aus Heimtücke in Untersuchungshaft. Die Leiche der Frau sollte am Freitag obduziert werden. Mit Ergebnissen sei aber erst Anfang der Woche zu rechnen. (dpa/lrs)