Rhein-Neckar

Abgesagte Weihnachtsmärkte bringen Branche in Bedrängnis

Archivartikel

Worms.Mit der Corona-bedingten Absage zahlreicher Weihnachtsmärkte geraten viele Schausteller aus Rheinland-Pfalz unter Druck. Nach Angaben von René Bauer vom Schaustellerverband Worms muss damit gerechnet werden, dass im kommenden Jahr zwischen 20 und 30 Prozent der Schausteller im Bundesland vor dem wirtschaftlichen Aus stehen. Aktuell gebe es zwischen 800 und 1000 Schaustellerfamilien in Rheinland-Pfalz. Das bedeute, dass die wirtschaftlichen Probleme eine Vielzahl von Menschen betreffen könnten.

"Es ist eine blanke Katastrophe, was wir zurzeit erleben", sagte Bauer der Deutschen Presse-Agentur. Der Wormser fungiert als einer der Sprecher der Schausteller in Rheinland-Pfalz. Zwar sei die Entscheidung für die Absage von Weihnachtsmärkten wegen der Corona-Krise verständlich. Aber gerade diese Veranstaltungen hätten sich in den vergangenen Jahren zu einer Haupteinnahmequelle für Schausteller entwickelt.

Dass nun bundesweit eine erhebliche Zahl von Märkten gar nicht stattfinden könne, sorge in der Branche für "die schwierigste Situation nach dem Zweiten Weltkrieg". In diesem Jahr mussten aufgrund der Pandemie auch zahlreiche Feste und Jahrmärkte ausfallen. Daher hoffe man auf Überbrückungshilfen, wie sie etwa von der Bundesregierung für Betreiber von Gaststätten und Restaurants in Aussicht gestellt werden, sagte Bauer.

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