Rhein-Neckar

Absage von Weihnachtsmärkten trifft Schausteller hart

Archivartikel

Südwest.Weihnachtliche Stimmung in den Innenstädten wird es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie wohl kaum geben. Fast alle größeren Städte in Baden-Württemberg sagten ihre Weihnachtsmärkte ab: Dazu gehören Mannheim, Pforzheim, Freiburg, Heidelberg, Ulm, Heilbronn und Ludwigsburg. In der Landeshauptstadt Stuttgart, in Karlsruhe sowie in Tübingen sollte es zuletzt noch einzelne Buden oder Märkte in veränderter Form geben.

Die Schausteller im Land stellt die Absage der Märkte vor große finanzielle Probleme. Die Weihnachtsmärkte machten ein Drittel des Jahresumsatzes der Schausteller aus, sagte Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Südwest Stuttgart. Bei manchen Händlern mit entsprechenden Waren entfielen gar zwei Drittel des Umsatzes auf das Geschäft zu Weihnachten. "Die Weihnachtsmärkte wären unser Rettungsanker gewesen", sagte Roschmann.

Die Absage der Märkte sei für ihn unverhältnismäßig. "Das ist in gewisser Weise ein Eingriff in die Berufsfreiheit", sagte Roschmann. Viele Schausteller stünden ohne die Weihnachtsmärkte vor dem Nichts. Sie hätten bislang nur rund fünf Prozent ihres sonstigen Jahresumsatzes gemacht.

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