Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Doch eine Brücke weniger über L 597?

Alle müssen zustimmen

Archivartikel

Gute Nachricht für die betroffenen Landwirte: Wie das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe auf „MM“-Nachfrage schreibt, könnte eine der geplanten Feldwegbrücken über die Neubautrasse der L 597 unter bestimmten Bedingungen entfallen.

Das Planfeststellungsverfahren müsste dafür nicht noch einmal aufgerollt werden, schreibt die Behörde. Der beschlossene Plan könnte also vergleichsweise unbürokratisch geändert werden, weil „der Wegfall der Brücke eine unwesentliche Änderung der ursprünglichen Planung darstellt“, wie das RP erläutert. Voraussetzung sei aber, dass „alle von der Brücke Betroffenen“, insbesondere die Landwirte und Gemeinden, sowie die zuständigen Behörden der Planänderung zustimmen. Das RP bestätigte damit eine Information des Ilvesheimer Bürgermeisters Andreas Metz bei einem Treffen mit den von der Neubautrasse betroffenen Landwirten sowie Bürgermeister Simon Michler aus Edingen-Neckarhausen (wir berichteten).

Gemeinsam mit den beiden Anlieger-Kommunen wollen die Landwirte erreichen, dass eine im Plan beschlossene Wirtschaftsweg-Brücke über die neue L 597 zwischen künftiger Neckarbrücke und der OEG-Linie bei Seckenheim nicht realisiert wird. Das Geld und den Flächenverbrauch könne man sich sparen, argumentieren die Beteiligten. Für die Landwirtschaft sei diese Verbindung – wenige hundert Meter von einer weiteren Brücke – nicht notwendig, zudem wäre das Bauwerk für eine Überfahrt mit modernen landwirtschaftlichen Fahrzeugen gar nicht geeignet. Das RP beziffert die Baukosten der Brücke mit 900 000 Euro. Etwa 36 Millionen Euro werden für den Lückenschluss der L 597 zwischen Ladenburg und Friedrichsfeld samt neuer Neckarbrücke insgesamt kalkuliert. 

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