Rhein-Neckar

Ladenburg Rund 80 Teilnehmer bei Aktion „Fit im Alter“ im Reinhold-Schulz-Waldpark

„Arbeitskreis Senioren“ erfreut sich starker Resonanz

Seit mehr als 15 Jahren erfreut sich die Veranstaltung „Fit im Alter“ großer Beliebtheit. Auch gestern kamen rund 80 Ladenburger Senioren in den Reinhold-Schulz-Waldpark.

Aufgrund der Hitze fanden Kaffeetrinken und Kuchenessen diesmal jedoch nicht im Glashaus statt. „Das wäre eine Zumutung gewesen“, sagt der evangelische Diakon Thomas Pilz, der stattdessen alle unter der schattigen Pergola zwischen Wiese und ehemaligen Gewächshaus begrüßte. Pilz ist einer der Aktiven im ehrenamtlichen Arbeitskreis (AK) Senioren als Kooperation aller örtlichen Einrichtungen, die sich mit älteren Menschen beschäftigen.

„Unsere Arbeitsgemeinschaft gibt es schon seit 1996“, erläutert Pilz. Es gehe bei dem Arbeitskreis um Zusammenarbeit und gegenseitige Information. Seniorentage und Filmfestivals sind jährlich wiederkehrende Termine. Zurzeit steht die Ausarbeitung eines Stadtentwicklungsplans für Senioren ganz oben auf der Agenda.

„Es ist wichtig, sich auf gemeinsame Ziele zu verständigen und deshalb begrüße ich es außerordentlich, dass der Arbeitskreis mit Verwaltung und Gemeinderat auch bei der Barrierefreiheit im Neubaugebiet Neue Nordstadt wesentliche Aspekte erörtert“, sagt Bürgermeister Stefan Schmutz, der gestern einen Kaffee mittrank und mit den Besuchern ins Gespräch kam.

Auch Bürgermeister vor Ort

„Ich bin zum ersten Mal hier und bis jetzt ist es sehr nett“, findet Elke Hoffmann. Solche Angebote seien „sehr notwendig“, damit sich niemand einsam fühlen müsse. „Es ist wichtig, unter Leute zu kommen“, bekräftigt Ingrid Haug, die deshalb auch das Hobby bei der Sängereinheit so schätzt: „Das Singen lenkt ab und bringt auf andere Gedanken, wenn es einem mal nicht so geht.“

Am Kuchenstand steht Wiebke Ullrich. Was ist ihr Rezept, um fit zu bleiben? „Ein bisschen diszipliniert leben, ein wenig Sport treiben und sich beispielsweise in einer Gemeinschaft ehrenamtlich betätigen“, sagt die 70-jährige Aktive aus dem AWO-Team der Seniorenbegegnungsstätte „Löwenscheuer“.

Hoher Altersdurchschnitt

„Wir sind nicht nur eine alte Stadt, was die Historie betrifft, sondern auch, was die Lebensjahre der Einwohner betrifft“, erklärt Bürgermeister Schmutz. Im Gegensatz zum Kreisdurchschnitt von 44 Jahren sei der durchschnittliche Ladenburger zwei Jahre älter: „Das klingt wenig, ist jedoch relativ viel.“ Es gehe darum, spezifische Bedarfe und Interessen Älterer richtig einzuschätzen. Da mit zunehmendem Alter Vereinsamung zunehme, seien Veranstaltungen wie „Fit im Alter“ bedeutend. Aus diesem Grunde sei es ihm, Schmutz, auch wichtig gewesen, die Eintrittspreise für Senioren im Freibad zu reduzieren: „Das soll ein Angebot für Rentner sein, diese Einrichtung zu nutzen, um im Alter fit zu bleiben.“

Als eine der Organisatorinnen freut sich Regina Dietrich über den guten Besuch und stellt fest: „Viele kommen seit Jahren immer wieder.“ Diesmal sorgt die aus Saxofonist und Klarinettist Werner Wolf, Schlagzeuger Ottmar Herschel sowie Akkordeonist Marian Ferlinz bestehende „Rosengarten-Combo“ für musikalische Unterhaltung zum Mitsingen.

Zum AK Senioren als Teil der „ZukunftswerkStadt“ zählen folgende Einrichtungen: Aktiv 3, die Pflegeheime „Johanniter-Haus am Waldpark“ und „Seniorenheim Rosengarten“, Sozialverband AWO, evangelische Kirchengemeinde, katholisches Altenwerk St. Gallus, Ökumenische Sozialstation „Unterer Neckar“, Seniorenbüro der Stadt Ladenburg sowie Frauen-Union.