Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Kreis hält an Wohnanlage als Reserve fest

Container stehen leer

Archivartikel

Vor etwas mehr als zwei jahren erreichten 90 Menschen ihre neue Unterkunft im Hirschberger ortsteil Leutershausen. Jetzt herrscht völlige Ruhe inner- und außerhalb der Containeranlage. Denn der letzte Flüchtling hat die vorläufige Unterbringung des Rhein-Neckar-Kreises zum 16. August verlassen. Dies teilte die Pressesprecherin des Kreises, Silke Hartmann, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Zu den Spitzenzeiten lebten dort 115 Menschen in der Einrichtung. Doch die Zahl sank in den vergangenen Monaten erheblich. Zum 1. März 2018 waren es noch 49 Personen.

In der Regel haben die Flüchtlinge nach 24 Monaten die vorläufige Unterbringung zu verlassen und werden anschließend auf die Kommunen oder Städte verteilt. Daher wurde es in den vergangenen Monaten ohnehin leerer in der Leutershausener Containeranlage. Zudem gilt seit 1. Januar ein anderer Verteilungsschlüssel.

Zahlen steigen wieder

Vorher standen einem Flüchtling 4,5 Quadratmeter zur Verfügung. Seit Jahresbeginn sind es sieben Quadratmeter. Wie die Pressesprecherin weiter mitteilt, wird sich der Landkreis von der Containeranlage in Leutershausen nicht trennen. Der Grund: Der Kreis will auf wieder ansteigende Flüchtlingszahlen vorbereitet sein. Und dies kann sich trotz Bemühen auf Bundesebene bei Krisen wieder schlagartig ändern. Hartmann verweist auf steigende Flüchtlingszahlen aus der Türkei oder aus Nordafrika.

Während der Rhein-Neckar-Kreis seine Containeranlage in Leutershausen behält, hat er sich an anderer Stelle von Einrichtungen getrennt. So etwa in Edingen-Neckarhausen im Gewerbegebiet, in Hemsbach und in Weinheim. Für die dauerhafte Unterbringung von Geflüchteten entstanden in jüngster Zeit dagegen neue Anlagen, unter anderem am Sport- und Freizeitzentrum in Edingen-Neckarhausen und an der Fohlenweide in Heddesheim. hr/hje