Rhein-Neckar

Verkehr Fast alle Verwaltungen im Verbreitungsgebiet setzten auch auf alternativen Antrieb / Insgesamt sind im Rhein-Neckar-Kreis rund 1100 reine E-Autos zugelassen

Dienstfahrten mit dem „Stromer“

Archivartikel

Immer mehr Privatleute wollen abgasfrei unterwegs sein. Die Anzahl strombetriebener Autos wächst zusehends, wie ein Blick auf die Zulassungszahlen zeigt: Im September 2017 waren 278 E-Autos im Rhein-Neckar-Kreis gemeldet. Laut Landratsamt gibt es aktuell 1107 reine E-Autos und 3970 Hybridmodelle, die sowohl mit herkömmlichen Treibstoffen als auch mit Strom fahren können.

Auch fast alle Städte und Gemeinden der Region haben sich bereits ein eigenes Elektroauto angeschafft. Einzig die Gemeinde Hirschberg hat noch keines in ihrem Fuhrpark. Die Stadt Schriesheim fährt mit einem Renault Kangoo Z. E. täglich, erklärt Detlef Schreiber, stellvertretender Bauamtsleiter. „Vorwiegend wird das Auto für kurze Strecken zu Baustellen genutzt. Und dafür reicht es vollkommen aus“, erklärt Schreiber. Zum Laden nutzen die Mitarbeiter eine Stromsäule, die die Verwaltung für eigene Zwecke angeschafft hat. „Weil wir eine eigene Ladesäule besitzen, nutzen wir öffentlich zugängliche selten“ so Schreiber.

„Der Anteil der öffentlichen Lademöglichkeiten wie auch der E-Mobile ist generell zu gering“, findet Nicole Hoffmann, Mitarbeiterin der Verwaltung in Ladenburg. Der Bauhof besitze eine Version des elektrisch fahrenden Street-Scooter Work. „Das Fahrzeug wird täglich zur Leerung von öffentlichen Mülleimern und zur Sammlung von wildem Müll genutzt“, erklärt sie.

Die Stadtverwaltung plane, im Oktober eine öffentliche Ladestation am Rathaus aufzustellen, um Elektromobilität in den Kommunen zu fördern. Das wäre die erste öffentliche Ladesäule in Ladenburg. Eine verwaltungseigene Stromsäule besitzt die Stadt bereits.

Die Gemeinde Heddesheim hat ebenfalls ein eigenes E-Fahrzeug für seinen Bauhof angeschafft. „Es ist im Februar 2017 gekauft worden und wird regelmäßig für innerörtliche Touren genutzt“, erklärt Rathausmitarbeiterin Marie Gottschaller. Seit Mai gebe es ein weiteres Elektromobil am Friedhof, was zurzeit noch auf seinen Nutzen getestet werde. Verwendet werde es für Hol- und Bringdienste vom und zum Friedhof.

Kein eigenes Elektroauto besitzt die Gemeinde Hirschberg. Allerdings verfüge die Kommune ein Elektrofahrrad, das täglich für Botenfahrten genutzt werde, erklärt Karlheinz Treiber, Stellvertreter des Bürgermeisters.

Der Renault Zoe der Gemeinde Ilvesheim wird täglich von allen Verwaltungsmitarbeitern und von Bürgermeister Andreas Metz genutzt, erklärt Klaus Oechsler, technischer Mitarbeiter des Bauamts. „ Meistens werden damit Dienstfahrten innerhalb der Gemeinde durchgeführt. Man kann ich in einer Liste eintragen, wenn man das Auto nutzen will“, erläutert Oechsler.

Ebenfalls täglich wird der Renault Zoe der Gemeinde Edingen-Neckarhausen benutzt, so Elke Hugo, Leiterin der Verwaltung. „Der Amtsbote trägt häufig damit die hauseigene Post aus, aber auch meine Kollegen nutzen das E-Auto regelmäßig“, sagt Hugo. kph