Rhein-Neckar

Rhein-Neckar Wie wird im Verbreitungsgebiet dieser Ausgabe mit öffentlichen Baumbeständen umgegangen / Ein Überblick

Drei Gemeinden, drei Kataster, viel Grün

Archivartikel

Edingen-Neckarhausen.Edingen-Neckarhausen: Die Gemeinde Edingen-Neckarhausen hat in jüngster Zeit die Bäume in öffentlichem Grün auf Papier erfasst. Rund 6000 Exemplare sind darin enthalten. Eine Digitalisierung sei bis Ende des kommenden Jahres geplant, sagt Herbert Stein vom Bauamt.

Heddesheim: In der Gemeinde gibt es nach Angaben aus dem Bauamt rund 5000 öffentliche Bäume. Dieses „Baumkataster“ wurde bis vor einigen Jahren noch mittels Excel-Listen geführt, erklärt Bauamtsleiter Jürgen Beck. 2015 erwarb die Verwaltung ein EDV-Programm für ein Baumkataster und ein entsprechendes Erfassungsgerät. Seither werden die Bäume in öffentlichen Anlagen nach und nach von Mitarbeitern des Bauhofs in das Programm eingepflegt. „Aktuell sind rund 3000 Bäume digital erfasst“, informiert Beck. Bis Ende 2020 sollen auch die übrigen Bäume abgearbeitet sein. Eine spezielle Baumschutzsatzung gibt es für das Gemeindegebiet Heddesheim nicht.

Schriesheim: Auch in der Weinstadt existiert ein Baumkataster. Darin sind alle städtischen Bäume und außerdem auch die Baumscheiben erfasst, die jedes Jahr auf Standfestigkeit und Verkehrssicherheit zu überprüfen sind. In der Gemeinderatssitzung vergangener Woche kam das Thema erneut auf die Tagesordnung. Zuletzt 2016 wurden die Arbeiten im Bereich Baumkataster erneut ausgeschrieben, doch nun stand eine erneute Beauftragung an. Denn nach der Vergabe habe es „immer wieder Reibungspunkte“ gegeben, so die Verwaltung. Zudem hätten Nachbesserungen vorgenommen werden müssen, weshalb sich die Stadt von der Firma trennte und ein erneutes, öffentliches Vergabeverfahren einleitete. Es hätten drei Angebote vorgelegen, erklärte Bürgermeister Hansjörg Höfer in der Sitzung. Nach Prüfung der Angebote erwies sich dasjenige der Heppenheimer Baumpflegefirma Langner mit einer Brutto-Auftragssumme von 67 100 Euro als das wirtschaftlichste. Der Gemeinderat begrüßte die Entscheidung, den Auftrag neu zu vergeben und stimmte dem Antrag der Verwaltung zu. Das neue Vertragsverhältnis beginnt zum 1. Januar 2020. Arbeiten, die bis zum Ende des aktuellen Kalenderjahrs noch anstanden, informierte die Verwaltung, seien in „freihändiger Vergabe“ ebenfalls an die Firma Langner gegangen. Zu den Tätigkeiten im Rahmen des Vertrags gehören regelmäßige Kontrollen aller städtischen Bäume. 

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