Rhein-Neckar

Seckenheim Verein Heimatmuseum erinnert mit Festmatinee an Gründung vor 25 Jahren

Ein Ort als „Musik für die Augen“

Archivartikel

Das Museum unterstreiche den Anspruch Seckenheims auf ein geschichtsbewusstes, liebenswertes und dennoch eigenständiges Profil, so einer der Redner anlässlich der Festmatinee des Heimatmuseums zur Erinnerung an die Vereinsgründung vor 25 Jahren.

Diese Sicht teilten zahlreiche Gäste im voll besetzten Pfarrzentrum St. Clara, wohin der Jubilar eingeladen hatte. Am 31. August 1993 war der Verein gegründet worden. Nun lud die Vorsitzende Traudl Gersbach zur Festmatinee ein, und trotz Urlaubszeit konnte sie viele Gäste begrüßen, darunter den Bundestagabgeordneten Nikolas Löbl, die Stadträte Marianne Seitz, Claudius Kranz, Thorsten Riehle, Thomas Hornung sowie Altstadtrat Richard Karl, Bezirksbeiräte und Vertreter benachbarter Heimatmuseen.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Quartett „Saxofourte“ mit Ulrike Bühler, Sabine Volz, Tim Volz und Regina Schneider sowie der Männergesangverein-Liedertafel unter der Leitung von Peter Imhof.

Erste Gratulantin war für den Oberbürgermeister und den Gemeinderat Stadträtin Helen Heberer. Sie betonte, dass „Zukunft seine Wurzeln in der Vergangenheit“ habe und das Museum eine örtliche Institution sei. „Wenn man das Haus besucht, nimmt man immer etwas mit“, legte sie dar und hob damit besonders die stets interessanten Ausstellungen und Vorträge hervor.

Heimatlicher Treffpunkt

Auch die Interessengemeinschaft (IG) der Seckenheimer Vereine schickte für das urlaubsbedingt abwesende Führungsduo Jürgen Zink und Willi Pint herzliche Gruß- und Dankesworte. Hierin wurde die Bedeutung des Museumsvereins in die lokale Gemeinschaft gelobt. Es wurde unterstrichen, wie sehr das Museum, sein Mehrzwecksaal und seine ständigen und wechselnden Angebote zum heimatlichen Treffpunkt vieler Seckenheimer geworden ist und auch der Bildung von zahleichen Schulklassen oder dem Mannheimer Kinder-Agenda-Diplom diene.

Dass die IG in Person des damaligen Vorsitzenden Werner Bordne treibende Gründungskraft war, wurde dabei nicht unterschlagen. Dann gratulierten auch weitere befreundete Vereine mit einem Umschlag.

Die Geschichte der zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnte hatte Vizevorstand Lothar Boos in einer imponierenden Mediaschau zusammengestellt, die auch an Gründungsvorstand mit Hansjörg Probst, dessen Sohn, Stadtrat Christopher Probst, der unter den Ehrengästen weilte, erinnerte. Boos war es indes gar nicht möglich, alle Akteure und Arbeiter, alle Ecken und Winkel, Ausstellungen und Vorträge zu beleuchten.

Die mit viel Applaus bedachte Festrede hielt dann der Soziologe und Mundart-Kabarettist Hans-Peter Schwöbel. „Was es hier alles zu sehen gibt, das ist Musik für die Augen“, so der Redner. Das Museum setze seinen Auftrag, Heimat in Wort, Bild und Exponat, in Geschichte und Geschichten, die von Menschen erzählen, zu bewahren, vorbildlich um. „Heimat ist die Grundlage solidarischen Handelns“, denn gerade „soziale Strukturen sind Heimat“ und nicht geographisch gebunden, sondern „von persönlicher Erfahrung geprägt“, so Schwöbel.

Hierin übernehme das „wunderbare Seckenheimer Heimatmuseum“ eine wichtige gesellschaftliche Arbeit, vor der er sich anerkennend und dankbar verneige.