Rhein-Neckar

Schriesheim Winzergenossenschaft erhält zum 13. Mal in Folge Ehrenpreis für den Bereich Badische Bergstraße

Erneuter Medaillenregen bietet Grund zum Feiern

Archivartikel

Die Zahl 13 versetzt so manchen in Angst und Schrecken, doch für die Schriesheimer Winzergenossenschaft (WG) ist sie offenbar eine Glückszahl. Zum 13. Mal in Folge ging bei der Badischen Gebietsweinprämierung der Ehrenpreis für den Bereich Badische Bergstraße nach Schriesheim.

Mit 29 Goldmedaillen, sieben in Silber und zwei Goldmedaillen für den Sekt ergoss sich über die Schriesheimer WG ein regelrechter Medaillenregen und der wurde am Freitag im historischen Zehntkeller auch gebührend mit allen Winzern und den Weinhoheiten gefeiert.

"Das ist euer Tag", begrüßte Vorstandsmitglied Friedrich Ewald die Gäste. In seiner kurzen Begrüßungsansprache dankte er dem Kellermeister und der gesamten Keltermannschaft, die fast vier Wochen lang rund um die Uhr in der Kelterhalle im Einsatz waren

"In 14 Jahren zum 13. Mal einen Ehrenpreis errungen zu haben, steht für Beständigkeit." Der Erfolg komme nicht von ungefähr, betonte Peter Keller, Vorstandsmitglied aus Breisach, das sei auch dem Teamgeist der Winzer und Geschäftsführer Harald Weiß zu verdanken.

"Er ist der Verfechter hoher Qualität", lobte er und ergänzte, die Winzergenossenschsaft könne stolz sein, einen solchen Chef zu haben. "Harald Weiß betreibt den Weinbau mit Hingabe und für ihn steht Qualität an oberster Stelle." Noch einmal überreichte Peter Keller symbolisch dem Chef der Winzergenossenschaft den Ehrenpreis.

Auch Harald Weiß dankte seinen Winzern. "Es ist ein schöner Augenblick", so Weiß und verwies auf einen Tisch, der auf der Bühne aufgebaut war und auf dem alle bislang errungenen Ehrenpreise zu bewundern waren.

Für den großartigen Erfolg gab es auch viel Lob von Bürgermeister Höfer. "Ihr könnt alle stolz sein auf eure Leistung", äußerte sich anerkennend Weinkönigin Lisa und gemeinsam mit ihren beiden Prinzessinnen Annalena und Sophie erhob sie das Glas und stieß mit den Gästen auf den großen Erfolg an.

Eine Liebeserklärung in Sachen "Kurpälzisch, Woi und Landschaft" machte der Kabarettist Hans Peter Schwöbel. Die Zahl 13 habe man sich nicht "goldig gsoffe", sondern erarbeitet. An diesem Abend standen zehn Weine, alles Goldmedaillengewinner, zum Verkosten bereit. Keine geringere als die Bereichsprinzessin Katrin Hartmann stellte die einzelnen Weine vor. Zur Begrüßung gab es einen Schriesecco rot, es folgte ein Schriesheimer Kuhberg Silvaner sowie ein Riesling vom Schlossberg.

Danach wurde ein Weißer Burgunder ins Glas gefüllt, zum Vergleich dann ein Grauer Burgunder. Beides würzige und erdige Weine, frisch und fruchtig und nach Apfel duftend.

Es folgten zwei exotische Weine, der Sauvignon Blanc und der Chardonnay, die in geringen Mengen angebaut werden und die an der Bergstraße sehr gute Bedingungen vorfinden. Ausdrucksstark und weich schimmerte in einem Gelb der St. Laurent.

Die letzten Weine gelten als sehr gehaltvoll. Im Glas erstrahlte der Spätburgunder, eine Spätlese aus der Exklusiv Serie, im Barrique Fass gereift. Ihm folgte eine Riesling Spätlese vom Kuhberg und den krönenden Abschluss machte der Gewürztraminer Kabinett, ausgezeichnet mit einer Goldmedaille. greg