Rhein-Neckar

Schriesheim Ferienspaß mit der evangelischen Kirchengemeinde

„Erzählt einen Witz“

Archivartikel

Auch in diesem Jahr war die evangelische Kirchengemeinde mit einem über drei Tage gehenden Angebot bei den Ferienspielen der Stadt Schriesheim dabei. Und weil man wegen der Bauarbeiten die eigenen kirchlichen Räume nicht nutzen konnte, wich man ins katholische Pfarrzentrum aus. „Wir haben in diesem Jahr den Schwerpunkt auf das Thema du bist einmalig gelegt“, informierte einer der insgesamt sieben Betreuer, Simeon Reim. Das Motto habe man mittels der wunderschönen Geschichte über ein kleines Volk von Holzpuppen, die in mehreren Teilen verfilmt wurde, erzählt.

Den Schöpfer missachtet

In dieser Geschichte gestalten die Holzpuppen ihr Leben nach eigenen Regeln und sie missachten ihren Schöpfer. Doch er lässt es zu, dass sie ihn finden und wer zu ihm kommt und ihn kennenlernt, erfährt wirkliches Lebensglück, gab Reim kurz den Inhalt wieder. „Wir haben darüber gesprochen und den Kindern versucht näher zu bringen, dass der Wert eines Menschen nicht von anderen Menschen bestimmt wird, sondern von seinem Schöpfer“, ging der Betreuer auf den Schwerpunkt ein. An den ersten beiden Tagen, an denen Gespräche und gemeinsame Spiele im Vordergrund standen, hatten sich 30 Kinder angemeldet.

Zur Fahrt in den Heidelberger Zoo am dritten Tag bekundeten 45 Kinder ihr Interesse. Nach dem Film gingen die Kinder, die von sieben Helfern betreut wurden, in kleineren Gruppen in ihre Räume. Zuerst wurde über den Film gesprochen, dann wurden Szenen nachgespielt und gemalt. In den Gesprächsrunden wurden Fragen gestellt. Es waren auch ganz spezielle Fragen über den Film. Alle Kinder machten mit Feuereifer mit und jedes hatte darüber auch etwas zu sagen, was die gesamte Runde sehr lebendig machte.

Am zweiten Tag gab es für alle ein Spiel, was Aufmerksamkeit aber auch Geschick erforderte. Überall im Gemeindehaus klebten kleine Schilder mit Zahlen von 1 bis 100 und wenn man diese umdrehte, stand ein Begriff darauf. Die Aufgabe bestand darin, auf dem übergroßen Spielplan „Schlangen und Leiter“ Zahlen zu würfeln, diese Zahl im Gemeindehaus zu finden, das Wort auf der Rückseite zu lesen und es einem der Betreuer zu nennen, der dann dem Überbringer eine Aufgabe stellte, die etwa lauten konnte, „pfeift ein Lied“, oder „erzählt einen Witz“, aber auch „versucht einen Bleistift in eine Flasche einzufädeln“ und „hüpft eine Minute lang auf einem Bein“. Da spielen und raten auch hungrig machen kann, war reichlich für das leibliche Wohl gesorgt. greg