Rhein-Neckar

Fahrradkontrollen: 383 Verstöße in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen

Rhein-Neckar.Innerhalb weniger Tage haben Beamte der Verkehrspolizei in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen insgesamt 383 Verstöße von Radfahrern geahndet. Wie die Beamten mitteilten, fuhren während kurzer Kontrollsequenzen allein in Heidelberg 111 Radfahrer über rote Ampeln, in Mannheim waren es 98. Selbst am Heidelberger Überweg Gaisbergstraße/Adenauerplatz, auf den die Polizei mit einem schockierenden Unfallvideo im Vorfeld unter anderem auch im "MM" aufmerksam gemacht hatte, missachteten 37 Radfahrer das Rotlicht. Das Polizeipräsidium Mannheim hatte für den November bereits verstärkt Fahrradkontrollen angekündigt. 

Innerhalb von nur 40 Minuten verwarnten die Beamten in der Rohrbacher Straße in Heidelberg 40 Radfahrer, weil sie verbotswidrig Gehwege befuhren. Auch am sogenannten "Hemshofknoten" in Ludwigshafen, der laut Polizei als Unfallschwerpunkt zu häufigen Beschwerden führt, hatten Beamte am Mittwoch innerhalb von zwei Stunden 52 Radfahrer festgestellt, die auf ihrem Radweg in falscher Richtung unterwegs waren und dabei Fußgänger gefährdeten. Auch sie wurden verwarnt.

Der Leiter der Mannheimer Verkehrspolizei, Dieter Schäfer, zog ein ernüchterndes Fazit der ersten Kontrollen und den entsprechenden Reaktionen. Trotz der häufigen Aufrufe des Schockvideos hätten die Stellungnahmen der Internet-Nutzer ein "zerrissenes Bild der Verkehrsteilnehmer" gezeigt. "In zum Teil aggressiven und hasserfüllten Kommentaren schimpfen Autofahrende über Radfahrende und umgekehrt. 78 Prozent sind dabei kontra Radfahrende und nur 17 Prozent pro. Ganz wenige suchen mäßigend den Ausgleich", so Schäfer.

In den kommenden Tagen will die Verkehrspolizei laut eigenen Angaben vor allem das Fahren ohne Licht angehen. (pol/mer)

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