Rhein-Neckar

Hirschberg Wenige Stunden vor 95. Geburtstag verstorben

Franz Kutscher tot

Der ehemalige Schulamtsdirektor Franz Kutscher ist wenige Stunden vor seinem 95. Geburtstag am 2. Dezember verstorben. Kutscher kam aus dem Sudetenland an die Bergstraße und fühlte sich in Leutershausen sofort heimisch. Der begeisterte Fußballer fand schnell Kontakt im Fußballverein 1922, trainierte erfolgreich die erste Mannschaft und war zudem als Schiedsrichter aktiv.

Nach seiner fußballerischen Laufbahn übernahm Kutscher zuerst das Amt des Zweiten Vorsitzenden und dann des Spielausschuss-Vorsitzenden beim FVL. Der Verein ernannte ihn 1982 zum Ehrenmitglied. Politisch stand Kutscher der CDU nahe und wurde im Ortsverband Großsachsen in den Vorstand gewählt.

In Leutershausen lernte der Sportler seine Frau Luise kennen, und im August 1947 heirateten sie. Kutscher begann ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, und seine erste Lehrerstelle führte ihn nach Großsachsen. Dann folgte der berufliche Aufstieg: 1963 wurde er Konrektor in Heddesheim, 1969 Schulleiter in Neckarhausen und ging 1974 als Schulrat nach Heidelberg an das Staatliche Schulamt. Es folgte ein weiterer Karrieresprung mit der Beförderung zum Schulamtsdirektor.

1985 ging Kutscher in den Ruhestand, nahm aber regen Anteil am Geschehen beim FVL. Er führte zudem bei den Theaterstücken der Laiengruppe der Pfarrei St. Jakobus Hohensachsen Regie. Weiter war er aktiver Sänger im Kirchenchor, zudem viele Jahre Pfarrgemeinderat in der Pfarrei St. Johannes Baptist in Leutershausen und später auch in der Pfarrei St. Jakobus Hohensachsen. Franz Kutscher wird heute um 12 Uhr auf dem Friedhof beerdigt. wh (archivBILD: Marco Schilling)