Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Aktion Stadtradeln startet / Ladenburg, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim und Edingen-Neckarhausen dabei

Fürs Klima in die Pedale treten

Ab Samstag, 18. Mai, wird im Rhein-Neckar-Kreis wieder in die Pedale getreten: Es beginnt die dreiwöchige Aktion Stadtradeln. Die internationale Kampagne des Klima-Bündnisses, einem europaweiten Netzwerk aus rund 1700 Kommunen, wirbt für das Fahrradfahren als umweltfreundliche Mobilitätsalternative. Auch Ladenburg, Hirschberg, Heddesheim, Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim beteiligen sich.

Stadtradeln ist als Wettbewerb der Kommunen konzipiert. Das heißt: Die Bürger sammeln Kilometer, in dem sie möglichst viele Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Dafür muss sich erstens die Kommune angemeldet haben, zweitens müssen sich die Teilnehmer unter stadtradeln.de registrieren. Dann können sie einem bereits vorhandenen Team ihrer Kommune beitreten oder ein eigenes gründen. Auch, wer auf einem Pedelec (bis 250 Watt) unterwegs ist, kann mitmachen.

Während des dreiwöchigen Aktionszeitraums tragen die Teilnehmer dann online auf stadtradeln.de ihre Kilometer ein oder lassen sie per GPS von der Stadtradeln-App erfassen, die man sich kostenlos aufs Handy laden kann. Die Kommunen- und Teamergebnisse werden im Internet veröffentlicht (Unterseiten der Kommunen auf stadtradeln.de). Der Einstieg ist auch noch nach dem Start am Samstag möglich. Die Aktion läuft im Rhein-Neckar-Kreis bis zum 7. Juni. Falls die eigene Stadt oder Gemeinde nicht gemeldet ist, können sich Radler auch für das offene Team des Landkreises registrieren.

Am Ende der Laufzeit werden die geradelten Kilometer gezählt und die besten Kommunen in verschiedenen Kategorien bei der kreisweiten Abschlussveranstaltung am Samstag, 13. Juli, auf dem Altstadtfest in Neckargemünd prämiert. Die bundesweite Preisverleihung findet im Spätjahr statt.

Im vergangenen Jahr beteiligte sich der Landkreis mit 23 Kommunen erstmals an dem Wettbewerb. Dabei wurden von 2255 Teilnehmern 489 270 Kilometer „erradelt“. 70 Tonnen CO2 seien dadurch vermieden worden, schreibt der Kreis. Im bundesweiten Vergleich gab es dafür den ersten Platz in der Kategorie „Bester Newcomer“.

Bis Freitag Mittag haben sich kreisweit bereits mehr als 3100 Radelnde für die neue Aktion registriert, 64 davon als Mitglieder eines Kommunalparlaments. Letztere „stellen die Weichen für die Radverkehrsförderung und -planung in Kommunen und sind Vorbilder, wenn sie sich selbst in den Sattel schwingen“, schreibt das Klima-Bündnis. Deswegen sollen gerade sie ebenfalls für die Kampagne gewonnen werden. Und so ist der Stand in den Kommunen des Verbreitungsgebiets dieser Ausgabe:

Ladenburg: 254 Radelnde, davon acht Mitglieder des Gemeinderats. Sie starten in 23 Teams. Derzeit größte Mannschaft sind die „CBG Radler“ vom Carl-Benz-Gymnasium. Aber auch andere Schulen treten an, ebenso Parteien, Vereine und die Verwaltung mit Bürgermeister Stefan Schmutz.

Heddesheim: 54 Teilnehmer, davon ein Gemeinderatsmitglied. Gemeldet sind acht Teams, darunter die „Rathaus-Radler“ sowie eine Gruppe der Karl-Drais-Gemeinschaftsschule.

Hirschberg: 49 Radfahrer, davon zwei Gemeinderäte in insgesamt acht Teams. Mit am Start sind auch hier Mitarbeiter des Rathauses.

Ilvesheim: 53 Radelnde, davon zwölf Mitglieder des Kommunalparlaments. Neun Teams treten in die Pedale, Bürgermeister Andreas Metz startet bei den „GR-Radlern“.

Edingen-Neckarhausen: 38 Teilnehmer, darunter drei Gemeinderäte, starten in derzeit neun Teams. Der neue Café-Truck Station 535 hat sich ebenso gemeldet wie der Nabu, die OGL, das Team Pestalozzi und eine offene Mannschaft.

Per Handy Schäden melden

Teilnehmer aus Hirschberg und Ladenburg können zudem dazu beitragen, die Bedingungen für Radfahrer in ihrer Kommune zu verbessern. Dazu können sie ihre Verwaltung über Schäden im Straßenbelag, gefährliche Engstellen, fehlende Radweg-Beschilderungen und ähnliches informieren. Zu diesem Zweck wurde das Smartphone-Programm „RADar“ entwickelt. Nutzer dieser GPS-basierten App setzen dann einfach an der fraglichen Stelle eine Markierung auf der Straßenkarte mit entsprechender Begründung, dann wird automatisch die Kommune informiert. Heddesheim, Ilvesheim und Edingen-Neckarhausen nutzen diese Meldeplattform nicht.