Rhein-Neckar

Heddesheim Verwaltung investiert in die Sicherheit der Bürger / Unterstützung vom Gemeindetag Baden-Württemberg und Tipps vom Stuttgarter Branddirektor

Gerätewagen macht Feuerwehr-Einsätze flexibler

Archivartikel

Er ist neu, trägt das Kürzel GWT (Gerätewagen Transport), und ist mit zuständig für die Sicherheit und das Wohl der Bürger in Heddesheim. Bei der offiziellen Übergabe des Wagens an die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim betonte Bürgermeister Michael Kessler die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieses Fahrzeuges. Die Gemeinde wolle damit ein Signal an die Bürger senden, dass die Verwaltung den Feuerschutz äußerst ernst nimmt.

Daher war es keine Frage, dass die Räte nach zwei abgelehnten Anträgen der Feuerwehr auf Zuschüsse entschieden, den Rüstwagen, Baujahr 1987, und in der Unterhaltung mittlerweile unverhältnismäßig teuer, zu ersetzen.

Es galt, wohl zu überlegen, ob der Rüstwagen durch ein gleichartiges Fahrzeug ersetzt werden sollte, oder ob die Gemeinde dem Umstand Rechnung tragen sollte, dass der Aufgabenbereich der Feuerwehren in den letzten zwanzig Jahren doch erheblich umfangreicher geworden ist. Die Entscheidung fiel letztlich für einen GWT. Während beim Rüstwagen alles eventuell Benötigte stets an Bord war, auch wenn es in zwei Jahrzehnten vielleicht zweimal gebraucht wurde, funktioniert die Bestückung des GWT auf Container-Basis. Je nach Einsatz werden die hierfür bedarfsgerecht bestückten Container geladen.

„So ein Projekt“, so Kessler „erfordert einen langen Atem.“ Keinen finanziellen Schnellschuss wollte die Gemeinde abgeben, detaillierte Bedürfnisse galt es zu definieren und in Leistungsbeschreibungen zu formulieren.

Optimales Fahrzeug

Hierbei erhielten Gemeinde und Wehr Unterstützung vom Gemeindetag Baden-Württemberg. Der Branddirektor der Stadt Stuttgart gab viele Tipps. Das Ergebnis ist für Heddesheim mehr als befriedigend. Heraus kam „das optimale Fahrzeug“, ausgestattet auch mit Komponenten, an die die Blauröcke gar nicht gedacht hatten. Auch rechtlich hatte er wertvolle und sehr wichtige Punkte in die Ausschreibung einfließen lassen. Zusammen mit einem Ausschuss, gebildet von örtlichen Kameraden, wurde durch deren zusätzliches Engagement das richtige Fahrzeug gefunden. Die 240 000 Euro sind bestens investiert, waren sich Kielmeyer und Kessler einig. Sehr hilfreich bei allen Verwaltungsvorgängen war Daniela Ott, welche die Beiden lobend erwähnten.

Lob gab es auch vom Bürger Kielmayer, der die Zusammenarbeit der Wehr und der Verwaltung als äußerst unkompliziert beschrieb und der sich dadurch auch als Bürger Heddesheims gut beschützt fühlt.

Vier weitere Container, speziell für die Bereiche Gefahrgut und Chemie, wurden inzwischen ergänzend nachgeordert. Da, wie bereits erwähnt, die Sicherheit und der Schutz der Bevölkerung einen sehr hohen Stellenwert hat, stehen in diesem Bereich in absehbarer Zeit noch zwei weitere Investitionen an: Bürgermeister Kessler stellte hier einen MTW (MannschaftsTransportwagen) sowie ein HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug) in Aussicht.