Rhein-Neckar

Ladenburg/Heddesheim Kein Grund für „diplomatische Krise“

Große Sorge, kleine Fläche

Archivartikel

Der Heddesheimer Bürgermeister Michael Kessler war zunächst nicht amüsiert: Der Ladenburger Stadtrat Karl Meng (CDU), zugleich Obmann der örtlichen Bauern, hatte nämlich in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats der Römerstadt unter „Verschiedenes“ mitgeteilt, dass Heddesheim den Ladenburger Landwirten angeblich alle gemeindeeigenen Flächen gekündigt habe. Er bat Bürgermeister Stefan Schmutz, in dieser Sache persönlich Kontakt mit dem Heddesheimer Kollegen aufzunehmen.

Möglicherweise scherzhaft schlug der temperamentvolle Meng auch noch vor, nach dem alttestamentarischen Motto „Auge um Auge“ im Gegenzug Heddesheimer Ausmärkern die städtischen Nutzungsflächen in Ladenburg zu entziehen. „Eine Frechheit und absolut unwahr“, sagte Kessler auf Nachfrage dieser Zeitung. Richtig sei vielmehr, dass man einem einzigen Bauern eine „Kleinstfläche“ zunächst gekündigt gehabe, weil deren Nutzen nicht erkennbar gewesen sei. Doch diesen habe der Betroffene nachweisen können. „Daraufhin haben wir die Kündigung zurückgenommen“, erklärte Kessler und konnte dann doch noch schmunzeln über eine gerade noch abgewendete „diplomatische Verstimmung“. pj