Rhein-Neckar

Ladenburg 10. Silvesterlauf der 03er Drachenboot-Abteilung verzeichnet rund 90 Aktive

Große Sorge um Bootshalle

Archivartikel

Beim Silvesterlauf der Drachenboot-Abteilung im Fußball-Verein (FV) 03 Ladenburg herrschten schon günstigere Startbedingungen als an diesem Montag. Doch trotz des leichten Regens fanden sich bei der 10. Auflage mit rund 90 Teilnehmern ebenso viele ein wie 2017. Dass der Treffpunkt Bootshalle einmal in Gefahr sein könnte, das hätten sich die 03er-Paddler bei der Einweihung 2007 nicht träumen lassen. Diese Sorge überschattete den sportlichen Spaß.

„Ich habe kein gutes Gefühl, was die Bootshalle betrifft“, sagt der ehemalige Sportwart Markus Walz. Wie berichtet, soll ein Standortgutachten 2019 klären, wo die neue Sporthalle im Römerstadion gebaut werden soll. Eine mögliche Variante: der Platz, auf dem heute nicht nur Drachenboote untergebracht sind. „Das kann man doch nicht abreißen“, findet Pressesprecher „Ecki“ Mayer. Deshalb führe man Besuchern vor Augen, dass dieses Domizil „mehr als eine Bootshalle“ sei. „Die Stadt will unsere Halle vielleicht opfern, aber wir hoffen, dass sie eine Zukunft hat“, erklärt Abteilungsleiter Frank Meiritz vor dem Bootstrommelschlag von Piero Steri zum Start.

Urgestein Hans Walz gewidmet

Was trotz bunter Laufdress-Vielfalt ins Auge fiel, waren T-Shirts mit dem Konterfei von FV-Urgestein Hans Walz, der 2018 gestorben ist. Ihm war dieser Start gewidmet, nachdem in den beiden Vorjahren an die zu Lebzeiten Aktiven Daniela Schweizer und Thomas Hubbuch erinnert worden war. „Hans rennt mit“, erklärt Marietta Wunder vom Organisationsteam mit Markus Walz, Bettina Sattel, Dietmar Schuff und Antje Heidtmann. Mit jenem Foto auf der Trikotbrust gedachte man des Mannes, der nicht nur die Paddelsparte, sondern auch diesen Lauf mit aus der Taufe gehoben hatte und im Vorjahr mit 81 noch Schnellster seiner Altersklasse war.

Auch im Alter gut bei Puste zeigte sich erneut Bernd Psolka: Der 74-jährige Feudenheimer hatte sich mit seinem gewohnten Pensum von wöchentlich fünfmal fünf Kilometern vorbereitet. „Es lief sehr gut“, so Psolka. Sein weibliches Pendant, die 69-jährige Schriesheimerin Claudia Lörsch, absolvierte die Sechs-Kilometer-Strecke trotz Krebstherapie. „Im Sommer habe ich noch bei den Deutschen Triathlon-Meisterschaften meine Altersklasse gewonnen, kurz darauf erfuhr ich die Diagnose“, berichtete die Aktive der LSV.

Wie 2017 überschritt erneut die Ladenburgerin Anne Vormwald die Ziellinie als schnellste Frau. „Es war matschig, hat aber Spaß gemacht“, sagt die 28-Jährige.

Zwar spielten Zeiten „nur eine untergeordnete Rolle“, so Paddelchef Meiritz. Dennoch sei festgehalten, dass mit Felix Albers ein 21-jähriger Student der Sportwissenschaften aus Seckenheim in 25,09 Minuten gewann. Sein Kommentar: „So ein Lauf in entspannter Atmosphäre tut einfach gut nach Weihnachten.“

Für den Zweitplatzierten Sebastian Körner (Ladenburg) war es ein „gemütlicher Jahresausklang“. Dass 2019 auch Kommunalwahlen anstehen, das verdeutlichte ein Startteam in einheitlich grünem Dress mit seinem Motto: „Grün läuft“.

Info: Bilderstrecke unter morgenweb.de/ladenburg