Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Feuerwehr löscht eine Ballenpresse in Friedrichsfeld und neun brennende Heuballen in Ilvesheim

Haben Jugendliche Heuballen in Brand gesetzt?

Gleich zwei Brände auf dem Acker haben die Feuerwehren am Sonntag und Montag gefordert. Am Sonntag mussten die Einsatzkräfte eine brennende Rundballenpresse nahe der Alteichwaldsiedlung in Friedrichsfeld löschen, gestern früh gingen Heuballen in Ilvesheim in Flammen auf.

Nach derzeitigem Kenntnisstand war die Ballenpresse am Sonntag kurz nach 16 Uhr zunächst heiß gelaufen und schließlich in Brand geraten. Auch etwa 2 000 Quadratmeter Ackerfläche wurden durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen, wie die Polizei gestern mitteilte. Der Landwirt wässerte die Ränder des betroffenen Flurstücks, um eine weitere Ausdehnung des Brandes zu verhindern. Die Wehrleute der Feuerwache Süd rückten mit einem 5000 Liter Wasser fassenden Tanklöschfahrzeug aus. "Dennoch wurde die etwa 30 000 Euro teure Maschine ein Raub der Flammen", heißt es im Bericht der Polizei. Die genaue Ursache zu klären, obliegt jetzt dem Brandermittler beim Polizeiposten Edingen-Neckarhausen.

Gestern früh piepsten die Meldeempfänger der Brandschützer in der Region erneut. Um 4.50 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Edingen-Neckarhausen zu einem "undefinierten Kleinfeuer" an der K 4138 Richtung Seckenheim gerufen. Kurz darauf war klar, dass es sich um brennende Heuballen handelte. Diese befanden sich auf der anderen Seite des Neckars und damit in Ilvesheim. Deshalb wurde auch die dortige Feuerwehr alarmiert.

Mehr als zweieinhalb Stunden waren die Einsatzkräfte beschäftigt, bis sie wieder abrücken konnten. Nach Angaben von Einsatzleiter Elmar Bourdon lagen die Rundballen auf dem ehemaligen Sportplatz an der Altneckarschleife, im Volksmund auch Spargelacker genannt. Ein Rinderzüchter lagert das gepresste Heu dort als Futter für seine schottischen Hochlandrinder.

Löschwasser im Pendelverkehr

Um ein Übergreifen des Feuers auf weitere Heuballen und vor allem auf die benachbarte Weide und das Landschaftsschutzgebiet zu verhindern, löschten 29 Kräfte aus Ilvesheim mit vier C-Rohren, während die Kameraden aus Neckarhausen mit ihren beiden Löschfahrzeugen Wasser aus einem Hydranten am 600 Meter entfernten Rewe-Markt holten und im Pendelverkehr an die Einsatzstelle brachten. Nachdem die Flammen erstickt waren, wurde das verbleibende Heu mit dem Radlader des gemeindlichen Bauhofs auseinandergezogen. "Das Problem ist, dass die Ballen im Innern weiterglimmen können", erläutert Bourdon.

Es war dort bereits der zweite Einsatz innerhalb von 48 Stunden. Schon am Samstag um 9 Uhr war die Feuerwehr dorthin gerufen worden. Ein Hundebesitzer hatte Jugendliche dabei beobachtet, wie sie an den Ballen zündelten, sagte Bourdon. Zumindest in diesem Fall sei eine Selbstentzündung definitiv auszuschließen. Dass das Feuer gestern an gleicher Stelle ohne fremdes Zutun entstanden ist, hält der Einsatzleiter nicht für sehr wahrscheinlich. Die Polizei konnte gestern keine Angaben zu dem Vorfall machen.

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