Rhein-Neckar

Hirschberg Keine Bedenken gegen „Mitten im Feld II“

„Heddesheim ist schneller als wir“

Wegen der hohen Nachfrage nach Wohnbauland will Heddesheim bekanntlich das Neubaugebiet „Mitten im Feld II“ umsetzen. Dort sollen neben Wohnungen auch sozialer Wohnungsbau, Altenpflegeheim und Einzelhandel entstehen. Die Nachbargemeinde Hirschberg hat keine Bedenken, im Gegenteil: Bürgermeister Manuel Just, Werner Volk, Fraktionssprecher der Freien Wähler (FW), und das beratende Mitglied der FDP, Andreas Stadler, sahen im Technischen Ausschuss gar ein Vorbild in Heddesheim, weil sich der Nachbarort um diese drei Themen kümmere und vorankomme. „Sozialer Wohnungsbau als hehres Ziel im Bebauungsplan ist lobenswert. Da sind sie schneller als wir. Auch beim Einzelhandel sind sie ebenfalls schneller“, brachte es Just auf den Punkt. „Die tun etwas, um die Kaufkraft am Ort zu halten“, ergänzte Volk. Stadler sprach gar von einem „Warnschuss für Hirschberg“, weil in Heddesheim die Dinge schneller vorankommen würden.

Grüne lehnen ab

Neben Freien Wählern und FDP stimmten auch CDU und SPD zu. CDU-Sprecher Christian Würz sah in dem Heddesheimer Vorhaben viele Ähnlichkeiten mit der Gewerbeerweiterung im „Sterzwinkel“. SPD-Sprecher Thomas Scholz erkundigte sich vor allem nach den Plänen zum sozialen Wohnungsbau.

Einzig die Grüne Liste Hirschberg (GHL) lehnte ab. Fraktionssprecherin Monika Maul-Vogt fehlte die Untersuchung zum Kaufkraftabfluss, also zu den Auswirkungen auf Hirschberg. Zudem fürchtet sie zusätzlichen Verkehr auf Hirschbergs Straßen: „Bevor wir zustimmen, müssen erst diese Fragen geklärt werden“, sagte sie. An dem Nein der GLH scheiterte der Verwaltungsvorschlag nicht, denn FW, CDU, SPD und FDP stimmten zu. hr