Rhein-Neckar

Ladenburg Batuka spielt legendäre Rhythmen von „Santana“ im Glashaus / Lokalmatador Peter Berg glänzt an Conga-Trommeln

Heiße Hits lassen keinen kalt

Archivartikel

Heißer Latin-Rock hat am Samstag das Glashaus am Ladenburger Waldpark schier zum Glühen gebracht: Mit Hits der seit dem legendären Woodstock-Festival von 1969 berühmten Gruppe Santana begeisterte „Batuka“.

Die Band ist nach einem 1971er-Instrumental ihrer großen Vorbilder benannt. Genauso wie der namengebende Gitarrengott Carlos Santana in den ersten Jahren seiner Karriere spielt Beto Elosegui ein Instrument der Kultmarke Gibson „Les Paul“. Und auch vom charakteristischen Klang und von der Technik her kommt er dem großen Vorbild sehr nahe, wie rund 80 Besucher schon nach den ersten Takten schwitzend, aber hochzufrieden strahlend feststellen.

Obendrein stammt Elosegui wie Santana, der Erfinder dieses ganz typischen, fließenden Gitarrensounds, ursprünglich aus Mexiko. Und seine glühenden Soli erreichen ebenso ekstatische Ausmaße. Doch macht nicht nur die Gitarre den Santana- bzw. den Batuka-Sound aus. Dazu gehören auch Schlagzeug, Congas, Bongos und Timbales. Was als Percussions zusammengefasst und bei Batuka von drei Musikern gekonnt zelebriert wird.

Neben Bandgründer Jürgen Olbert aus Schönaich bei Stuttgart und Drummer Maik Merle gehört der Ladenburger Peter Berg zum temperamentvollen Trommeltrio. Der Leiter einer Mannheimer Kindertagesstätte lebt seit zwei Jahren in der Römerstadt und engagiert sich bei der gastgebenden „Initiative im Waldpark“.

Die hervorragende Rhythmusgruppe ergänzt E-Bassist und Sänger Michael Müller. Und den ebenso für Santana charakteristischen Hammondorgelsound steuert Keyboarder Jerome Dupont kongenial bei.

Als Lokalmatador liegt es an Berg, die Gäste im Namen des Vereins für soziale, kulturelle und ökologische Projekte willkommen zu heißen. Erfreulich, dass trotz des Maiwetters und des Fußballspektakels im Fernsehen so viele gekommen sind.

Aus Rücksicht auf die Nachbarschaft beginnt das Konzert ungewöhnlich früh schon um 17.30 Uhr. Doch springt der berühmte Funken dennoch von Anfang an auf die Zuhörer über. Kein Wunder, denn Welthits wie „Black Magic Woman“ und „Oye Como Va“ lassen keinen kalt. „Ich bin sehr zufrieden: Die Kulisse ist toll, die Leute gehen super mit und viele tanzen“, sagt Bandchef Olbert hocherfreut.

Das Publikum ist tatsächlich hin und weg von dem mitreißenden Auftritt. Es gibt stürmischen Beifall. Auch Eden Hundsdörfer ist begeistert: „Das ist super, ganz toll. Ich bin Carlos Santana-Fan und habe ihn in Stuttgart schon live gesehen.“

Werner Thieme hat es vor allem Leadgitarrist Elosegui angetan: „Der ist super, man hört kaum einen Unterschied zu Carlos Santana, aber großartig ist auch die Rhythmusgruppe.“ Ebenso Axel Hundsdörfer: „Der Rhythmus ist bombig und kommt 1a rüber.“

Rainer Gärtner weiß ganz genau, woran das liegt: „Drei Perkussionisten machen schon etwas her, das ist sehr gut.“ Und Ralf Grüterich erklärt: „Santana ist schwer zu spielen: Respekt, das ist spitze, was Batuka abliefert.“