Rhein-Neckar

Immer haben die anderen Schuld

Archivartikel

Zum Artikel „Erst einen ,Zwischenstand’ erreicht“ vom 13. April:

Erst baut man in Ladenburg eine sogenannte Querungshilfe an der falschen Stelle, nämlich dort, wo sie in eine Sackgasse führt, und dann versucht man den Fehler dadurch auszugleichen, dass man einen (überflüssigen) Gehweg zu der Stelle hin baut, wo die Querungshilfe sinnvollerweise hingehört hätte.

Interessant auch die Begründung: An der sinnvollen Stelle, nämlich an der Einmündung des Weges von Leutershausen, hätte man die Querungshilfe nicht bauen dürfen, weil dort Tempo 70 gilt, und das Landratsamt sich weigere, dort Tempo 50 festzulegen, was für den Bau der Querungshilfe Voraussetzung sei. Und beim Landratsamt schiebt man den Schwarzen Peter weiter, indem man davon ausgeht, dass das Regierungspräsidium Tempo 50 dort nicht zulassen würde. Und so ist immer der andere Schuld an dem entstandenen Desaster. Ausbaden müssen das nun die Spaziergänger, Jogger und Radfahrer, die von Leutershausen kommend an der Weinheimer Straße K 4238 stehen, die sie nicht mehr überqueren dürfen, wie das 40 Jahre lang bisher problemlos möglich war. Der Landkreis hat extra entlang der Weinheimer Straße eine Leitplanke montieren lassen, damit Fußgänger und Radler die Straße nicht mehr verlassen können.

Erschreckend dabei auch die Diskrepanz zwischen Worten und Taten: In Sonntagsreden wird für das Radfahren geworben, in der Praxis werden die Radfahrer dann durch gefährliche Schikanen drangsaliert.

Die Verantwortlichen sollten sich noch einmal zusammensetzen und eine Lösung finden, wie man die von allen als sinnvoll erachtete Querungshilfe an der richtigen Stelle bauen könnte – nämlich in Verlängerung des Strahlenburgweges an der Einmündung des Weges von Leutershausen.

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2Pwd1Rl