Rhein-Neckar

Schriesheim Bergwerksverein begrüßt Frauke Repenning als 200 000. Gast in seiner Einrichtung

Jubiläumsbesucherin kommt aus Kiel

„Wenn jemand vor 35 Jahren prophezeit hätte, dass wir hier und heute einmal einen 200 000. Besucher haben würden, dann hätte jeder den Kopf geschüttelt und uns für bekloppt gehalten“, sagt Herbert Machatschek, Vorstandsmitglied des Bergwerksvereins. Doch nun kann er mit einigen Vereinsmitgliedern antreten, um den 200 000. Gast mit einem Blumenstrauß, einer Urkunde und einem Gutschein im Wert von 80 Euro für ein romantisches Essen im „Ludwigstal“ zu begrüßen.

„Wir führen im Jahr um die 4000 Besucher durch den Besucherstollen“, erläutert Machatschek: „An manchen Sonntagen haben wir um die 100 Besucher.“ Und er fügt hinzu: „Je schlechter das Wetter, umso mehr Besucher.“

Überraschung gelungen

Lange muss die Abordnung an jenem Mittag auf ihren Jubiläumsgast nicht warten. Es ist eine „Sie“, und sie kommt gegen 12 Uhr. Noch weiß sie, als sie in Begleitung ihres Ehemanns und ihres Sohnes an die Kasse tritt, nichts von dem, was sie nach der Führung erwartet, die Regine Full leitet. Erst als sie den Stollen verlässt, erfährt sie von der Ehrung, die ihr als 200 000. Gast zukommt. Denn selbst der Bürgermeister, Hansjörg Höfer, lässt es sich nicht nehmen, bei diesem einmaligen Ereignis zugegen zu sein.

„Ich hätte alles erwartet, aber nicht diesen Empfang“, freut sich Frauke Repenning über die Ehrung – für sie eine gelungene Überraschung, bevor sie wieder in ihre Heimat reist. „Wir kommen aus Kiel und haben für ein verlängertes Wochenende unseren Sohn besucht, der in Heidelberg studiert und in Schriesheim wohnt“, berichtet sie.

Das Wochenende nutzt das Ehepaar dazu, sich von seinem Sohn Jan die touristischen Schönheiten der Region zeigen zu lassen. Sie durchwandern die Spatschlucht und erkunden auch den Vorderen Odenwald. Und weil am Sonntag das Wetter mehr als bescheiden ist, schlägt Jan vor, doch mal das Besucherbergwerk zu erkunden. „Es ist das erste Mal, dass wir an solch einer Führung teilgenommen haben“, berichtet sie: „Denn bei uns in Norddeutschland gibt es so etwas nicht.“

Was sie sehen und erfahren, das sei einfach überwältigend, bekennt sie: „Was diese Menschen damals alles geleistet und geschaffen haben, das kann man sich heute gar nicht vorstellen“. Das Ehepaar verspricht, im nächsten Jahr wieder zu kommen. „Wir müssen doch unseren Gutschein für das Essen einlösen“.

Da Machatschek sieht, wie begeistert der Student vom Bergwerk ist, bietet er ihm an, als Besucherführer zu wirken. Und dieser sagt denn auch prompt zu. greg