Rhein-Neckar

Schriesheim Witteler und Katz wollen nicht mehr kandidieren

KSV-Spitze hört auf

Es rumort schon länger im Kraft-Sport-Verein (KSV) Schriesheim. Gestern teilte der Vorsitzende Sven Witteler (Bild) mit, dass er sein Amt nur noch bis zur Hauptversammlung ausübt. Diese findet am Freitag, 27. April, statt. Dort wollen sowohl Witteler als auch Stellvertreterin Gabriele Katz ihre Ämter niederlegen.

Katz bedauert, „dass das geschäftliche Knowhow von Sven Witteler vom Verein nicht angenommen wurde“. Seit 35 Jahren Mitglied, engagiert sie sich seit 21 Jahren im Vorstand. „So viel Spannung und Kompromisslosigkeit habe ich noch nicht erlebt“, bringt Katz die Frustration zum Ausdruck.

„Schuldenberg deutlich reduziert“

Diese Frustration lässt auch Witteler, seit 2015 im Amt, das Handtuch werfen: „Bis heute ist noch nicht bei allen angekommen, wie schwierig die Lage unseres Vereins wirklich ist.“ Dass der KSV bei seinem Amtsantritt vor drei Jahren „so gut wie zahlungsunfähig war“, sei bei Vorbesprechungen nie kommuniziert worden. Von „Mitverursachern“ fühlt sich Witteler im Stich gelassen.

Inzwischen sei der Schuldenberg zwar „deutlich reduziert“ (Witteler). Doch wurden die dringenden Aufgaben, den KSV weiter zu entschulden und Sanierungsstau bei Hallen abzubauen, „nie wirklich angenommen“. Nebenkriegsschauplätze hätten laut Witteler „sinnlos viel Zeit und Kraft gekostet“. pj (Bild: Jaschke)