Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Bundesweiter Tag des offenen Denkmals am Sonntag / Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“

Kulturelles Erbe vor Ort erleben

Tausende Denkmale öffnen am Sonntag, 8. September. Von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen sind Bürger eingeladen, einen Tag lang kulturelles Erbe zu erleben. Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ machen örtliche Veranstalter die Begegnung mit der Geschichte möglich. Der Tag des offenen Denkmals wird durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Auch in unserem Verbreitungsgebiet beteiligen sich Gemeinden am Sonntag an Deutschlands größter Kulturveranstaltung. Vor seiner Haustür kann der Bürger Umbrüche und das Moderne in historischen Bauten, Parks und archäologischen Stätten entdecken. Im Folgenden ein Überblick über die Kommunen, die am Tag des offenen Denkmals teilnehmen.

Seckenheim: Der Verein Heimatmuseum Seckenheim lädt zur Besichtigung von Fränkischen Bauernhöfen ein. Der Mannheimer Stadtteil ist durch die frühere landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Gehöfte mit Wohn- und Nebengebäuden und der Fränkischen Hofeinfahrt sind ortsbildbestimmend. Seit 1983 ist der Ortskern als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt. Die Führung startet um 14 Uhr am Rathaus, Seckenheimer Hauptstraße 96. Kontakt: Traudl Gersbach, 0621/474348.

Edingen-Neckarhausen: Geöffnet wird das Edinger Schlösschen in der Hauptstraße 35. Das im Barockstil 1761 erbaute Gebäude wurde 2011 von der Gemeinde Edingen-Neckarhausen erworben und wird seit 2013 von einem Förderverein verwaltet. Das Kleinod kann von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden, ebenso wie das Schloss samt Schlossgarten in Neckarhausens Hauptstraße 389. Das Graf-von-Oberndorff-Schloss diente einst als Posthalterei. Vor 1746 wurde ein Herrenhaus gebaut. Im Jahre 1777 kaufte Franz Albert von Oberndorff die Immobilie. Der letzte Umbau wurde 1910 durch den Architekten Leonhard Schäfer durchgeführt.

Hirschberg: Im Jahre 1728 entstand die Kurpfälzer Zollstation. Straßenzoll wurde von Fuhrwerken auf dem Weg zur Frankfurter Messe erhoben. Es handelte sich um die einträglichste Zollstation der Kurpfalz. Von 10 bis 17 Uhr ist das Denkmal in Großsachen, Landstraße 2, geöffnet. Die Besucher erwartet auch ein Programm mit Kinderunterhaltung. Kontakt: Familie Tröscher, 0170/1854723 oder 0170/3140847.

Ilvesheim: Die Insel-Gemeinde lädt zu einer Führung im historischen Ortskern ein. Markus Enzenauer erläutert die Geschichte des Rathauses, des Schlosses, der katholischen und der evangelischen Kirche, der Synagoge sowie des Schäfer-Hauses. Start ist um 15.30 Uhr auf dem Chécy-Platz, gegenüber des Rathauses in der Schlossstraße. Kontakt: Markus Enzenauer, 0621/495414.

Schriesheim: Die Weinstadt beteiligt sich mit dem Jüdischen Friedhof und der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt. Der Friedhof in der Leutershausener Straße wurde 1874 angelegt. Die letzte Bestattung fand 1935 statt. Von 11 bis 13 Uhr kann die historische Stätte besichtigt werden. Kontakt: Monika Stärker-Weineck, 06203/64 942, Maren Fahmi, 06203/63 795. Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1711 geweiht, 1959 erweitert und 1996 letztmals saniert. Am Pfarrer-Eberhard-Platz 2 finden um 11 und 14 Uhr Führungen statt, geöffnet ist von 9 bis 19 Uhr. Kontakt: Siegfried Wachter, 06203/61 589.

Info: www.tag-des-offenen-denkmals.de