Rhein-Neckar

Edingen-Neckarhausen Party bringt Festzelt zum Beben / Gestern Gemeindetag mit Kunsthandwerk

Kummetstolle können auch Oktoberfest

Archivartikel

Fesche Dirndl und kernige Buam in zünftigen Trachten sowie eine der besten Party-Bands der Szene: Das waren die Garanten für eine Riesenstimmung. Das Festzelt der Kummetstolle bebte zum Oktoberfest, das der Verein am Samstag zum zweiten Mal veranstaltete. Unter dem Motto „O zapft is“eröffnete der ehemalige Vorsitzende Michael Betzwieser in Vertretung von Timm Hartwig und im Beisein von Bürgermeisterstellverteter Markus Schläfer um 18 Uhr den ersten Tag dieser dörflichen Großveranstaltung. Schläfer vertrat die Gemeinde beim obligatorischen Fassanstich mit nur drei Schlägen dann auch recht ordentlich.

Als der schäumende Gerstensaft in die Krüge floss, startete die Party nach der musikalischen Aufwärmrunde mit DJ „Chilly Friend“ um 19 Uhr. Schon mit dem ersten Lied der Liveband „Frontal Party Pur“ war Stimmung im Zelt. Spätestens um 19:11 Uhr standen fast alle der mehr als 900 Gäste im restlos ausverkauften Zelt auf den Bänken und tanzten.

Helfer haben alle Hände voll zu tun

Das Bier floss im Lauf des Abends reichlich im Festzelt. Selbst der Bandleader der bayerischen Top-Band, Wolfgang Schmid, lobte „diese einzigartige Stimmung in Neckarhausen“. Rund 100 fleißige Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, und die 15 Bedienungen hatten bei so vielen durstigen Kehlen buchstäblich alle Hände voll zu tun.

Der zweite Tag des Oktoberfestes wurde als „Neckarhäuser Tag und der gesamten Gemeinde“ unter dem Motto „Kulturelles Wake Up“ eingeführt. Ein Kunsthandwerkermarkt unterbreitete im Festzelt ein vielfältiges Angebot, das von Holzarbeiten, Keramik, Papierkunst, Vogelhäuschen über eine Filzwerkstatt, Strickdesign, „fruchtige Häkeleien“ und handgefertigten Schmuck bis zu biologischen Lebensmitteln reichte. Die Kinder konnten sich in einem eigenen kleinen Bereich mit Schminken und Zopfflechten vergnügen. Das „Hexenhäusl“ der Kummetstolle mit dem Verkauf von Karnevalsartikeln durfte auch nicht fehlen.

In kulinarischer Hinsicht musste auch am Sonntag niemand darben. Vom klassischen Weißwurstfrühstück über das üppige Mittagessen mit Grillhaxe bis zu Kaffee und Kuchen wurde alles geboten. Die Livemusik zum Gemeindetag lieferten der Chor Germania Rocks, das Jugendblasorchester Windstärke 08 sowie die Folkband Friday Underground. Vorsitzender Timm Hartwig freute sich: „Dank der überaus zahlreichen, positiven Rückmeldungen und bei nachhaltiger Rentabilität wird angedacht, das Oktoberfest in Zukunft fest in der Gemeinde zu etablieren.“

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/rhein-neckar

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