Rhein-Neckar Löwen

Handball Bundesligist bestätigt Transfer des Nationalspielers

Coup mit Knorr macht Löwen stolz

Archivartikel

Mannheim.Handball-Bundestrainer Alfred Gislason schwärmt, wenn er über das Talent und die Fähigkeiten von Juri Knorr (Bild) spricht. Keine Frage: Der Isländer ist von den Qualitäten des 20-Jährigen überzeugt, das erste Länderspiel des Regisseurs bezeichnete er im November gar als den „Start einer sehr wichtigen Karriere für Deutschland“.

Wenn man Knorr so unbeschwert, mutig und mit der Lust auf Verantwortung spielen sieht, weiß man ziemlich genau, was Gislason meint – und weshalb der junge Senkrechtstarter der große Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft ist. Nicht umsonst steht der Sohn des früheren Bundesligaspielers Thomas Knorr im Kader für die Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten, wo der Spielmacher vermehrt auf sich aufmerksam machen, sich aber nicht mehr für andere Vereine empfehlen muss.

Der Rechtshänder hat seine Zukunft nämlich geklärt, im Sommer 2021 wechselt er von GWD Minden zu den Rhein-Neckar Löwen. Über das Interesse und den anstehenden Transfer zum zweifachen deutschen Meister hatte diese Redaktion bereits exklusiv im September berichtet.

„Es ist sicher kein Geheimnis, dass Juri aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten bei zahlreichen Spitzenclubs auf der Liste stand. Deshalb sind wir besonders stolz, dass Juri ab Sommer das Trikot der Rhein-Neckar Löwen trägt“, sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Nach Informationen dieser Redaktion fiel die finale Entscheidung zwischen dem SC Magdeburg und den Löwen.

Schmids Nachfolger

Denkbar wäre auch ein Wechsel zum THW Kiel oder zur SG Flensburg-Handewitt gewesen. Knorrs Vater Thomas spielte für beide Clubs, die Familie lebt immer noch im Norden. Doch der 20-Jährige machte zuletzt immer wieder deutlich, dass er viel spielen und Verantwortung übernehmen will.

Bei den Löwen ist das möglich. Dort soll er in der kommenden Saison ins Team eingebaut werden, viel von Weltklasse-Regisseur Andy Schmid lernen und 2022 dessen Erbe antreten. „Für mich stimmt das Gesamtpaket“, sagte Knorr. 

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