Rhein-Neckar Löwen

Handball Jesper Nielsen äußert sich zum Schmid-Verbleib

Ex-Mäzen stichelt gegen Löwen

Mannheim.Jesper Nielsen, einst millionenschwerer Mäzen der Rhein-Neckar Löwen, hat auf Facebook gegen die ehemaligen Entscheidungsträger des Handball-Bundesligisten gestichelt. In dem sozialen Netzwerk hatte Lars Lamadé, seit Jahren Aufsichtsratsmitglied des Vereins und zwischenzeitlich sogar Geschäftsführer, den Videoclip geteilt, auf dem die Löwen die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Kapitän Andy Schmid verkünden.

„Erinnerst du dich, wer eine alleinige Entscheidung traf, ihn zu holen? Ohne Unterstützung vom Trainer, Manager und Vorstand?“, kommentierte Nielsen den Beitrag. 400 000 Euro habe er deshalb damals selbst gezahlt, um den Transfer zu realisieren, schrieb der Geschäftsmann: „Ich denke, es war eine meiner besseren Entscheidungen als Löwe.“

Nielsen stieg 2008 bei den Badenern ein und wollte aus dem Bundesligisten den „weltbesten Verein“ machen, wie der Däne mit markigen Sprüchen immer wieder betonte. Nach eigenen Angaben investierte der Unternehmer, der sein Geld in der Schmuckbranche macht (früher Pandora, jetzt Amazing), mehr als zehn Millionen Euro in den Verein. Seine Alleingänge waren allerdings umstritten.

Ausstieg im Streit 2012

Schmid kam 2010 vom dänischen Erstligisten Bjerringbro-Silkeborg zu den Löwen und war der Wunschspieler des Mäzens. Als Manager agierte damals Thorsten Storm, Trainer war Ola Lindgren. 2012 stieg Nielsen bei den Löwen aus und stürzte den Club in große finanzielle Schwierigkeiten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Schmid keine große Rolle innerhalb der Mannschaft gespielt. Doch zuletzt wurde er fünf Mal in Folge zum besten Spieler der Bundesliga gekürt.