Rhein-Neckar Löwen

Handball Löwen überzeugen bei erstem Pflichtspiel-Einsatz

Gleich alles unter Kontrolle

Archivartikel

Mannheim.Die Fahrt von Dänemark zurück in die Kurpfalz zog sich hin, doch im modernen Reisebus der Rhein-Neckar Löwen lässt es sich bekanntermaßen halbwegs gut übernachten. Einige dürften nach dem 28:22-Erfolg bei TTH Holstebro zum Auftakt der 2. Quali-Runde in der European League dagegen ziemlich wenig Platz auf den Sitzen benötigt haben, wenn Martin Schwalbs Erwartungen eingetroffen sind.

„Ich glaub’, der schläft heute Nacht im Stehen“, flachste der Trainer nach der Partie etwa mit Blick auf sein Torwart-Talent David Späth, der die Begegnung beim dänischen Erstligisten sicher nicht so schnell vergessen wird. Späth – sonst bei den Junglöwen in der 3. Liga zwischen den Pfosten – ging als Backup für den noch angeschlagenen Mikael Appelgren mit auf die Reise in den Norden und kam tatsächlich bei zwei Siebenmetern und in den Schlussminuten zum Einsatz. Die Bilanz: zwei Paraden gegen den Schützen vom Punkt und noch einmal „Danish Dynamite“ aus dem Rückraum entschärft – es war der perfekte Einstand im Profi-Tor.

„Echt guten Ball gespielt“

Dass Späth sowie die Youngster Kaspar Veigel und Philipp Ahouansou (2 Tore) in Holstebro zum Einsatz kamen, machte deutlich, dass die Löwen nach ihrem starken Zwischenspurt im ersten Durchgang vom 5:6 (13.) zum 13:6 (25.) auch in der Folge kaum noch einmal ernsthaft in Gefahr gerieten und der Jugend eine Chance geben konnten.

Für Coach Schwalb war das nach der langen Pause alles andere als selbstverständlich, der Trainer freute sich vor allem über die konstant gute Abwehrarbeit. „Das hat mir im Verbund mit unserem Torwart Andreas Palicka sehr gut gefallen“, meinte der Coach und sah das ähnlich wie Spielmacher Andy Schmid. „In der ersten Halbzeit haben wir vor allem von einer sehr guten Deckung und einem super Torhüter gelebt“, sagte der Schweizer, der auch die anfänglichen Probleme gegen die offensive Abwehr der Dänen ansprach. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber einen richtig guten Ball gespielt. Für diese kurze Zeit mit wenig Spielen haben wir schon einen echt guten Eindruck hinterlassen“, sagte Schmid bereits mit Blick auf das Rückspiel am nächsten Dienstag (18.45 Uhr, SAP Arena, ohne Zuschauer).

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