Rhein-Neckar Löwen

Letzter Auftritt Beim bedeutungslosen 26:28 in Leipzig schleppen sich die Löwen durch die Partie und zeigen bekannte Probleme

Nichts hören, nichts sehen – reif für den Urlaub

Leipzig.Die Strapazen der langen Saison samt einiger Verletzungen und noch mehr Enttäuschungen standen Steffen Fäth ins Gesicht geschrieben. Erschöpft und frustriert schlich der Rückraummann aus der Kabine, nachdem er mit den Rhein-Neckar Löwen die bedeutungslose Partie beim SC DHfK Leipzig mit 26:28 verloren hatte und damit zum dritten Mal in Folge mit einer Niederlage vom Feld gegangen war.

„So wollten wir die Saison natürlich nicht beenden“, sagte der spür- und sichtbar mitgenommene Fäth am Sonntagabend und war froh, wie viele andere Leistungsträger der deutschen Nationalmannschaft angesichts der bereits gesicherten EM-Teilnahme nicht mehr in den abschließenden zwei Qualifikationsspielen in dieser Woche ranzumüssen.

Stattdessen steht Erholung auf dem Programm. Keine 24 Stunden nach der Begegnung in Leipzig saß der Frankfurter bereits mit seiner Familie im Flieger Richtung Türkei. Nichts hören, nicht sehen und die seit Monaten schmerzende Hüfte schonen, lautet die Devise für die nächsten Wochen. Erst am 16. Juli treffen sich die Löwen wieder, dann steht der Trainingsauftakt an. „Fünf Wochen frei, das ist gut“, sägte Fäth, der sich zuletzt durch die Saison schleppte und nicht die erforderlichen Treffer aus dem Rückraum brachte. Sein Auftritt in Leipzig mit einem Tor bei sechs Würfen passte da ins Bild, Vladan Lipovina (1/5) und Filip Taleski (1/7) enttäuschten erneut. Der in dieser Saison ebenfalls nicht überzeugende Mads Mensah Larsen fehlte erkrankt.

Keine Frage: Auf den Halbpositionen sind die Löwen einfach nicht stark genug besetzt, um ganz oben zu stehen.