Rhein-Neckar Löwen

Handball Löwen am Sonntag erstmals um 12.30 Uhr am Ball

Sport statt Braten

Archivartikel

Mannheim.Der neue Fernseh-Vertrag der Handball-Bundesliga sorgt wie ausführlich berichtet nicht nur für einige Terminkollisionen, sondern hat für die Vereine bekanntermaßen auch eine neue Anwurfzeit parat. In ihrem zweiten Bundesliga-Heimspiel müssen sich am Sonntag nun auch die Rhein-Neckar Löwen mit dem Thema Spitzensport zur Mittagszeit auseinandersetzen. Bereits um 12.30 Uhr geht es in der SAP Arena gegen den ostwestfälischen Aufsteiger TuS N-Lübbecke.

Rein sportlich betrachtet sieht Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen seine Mannschaft hier allerdings vor keine größeren Herausforderungen gestellt. "Ich werde am Samstagabend sicher keinen Rundruf starten, ob alle rechtzeitig im Bett sind", flachst der Coach des deutschen Meisters und setzt auf die professionelle Einstellung seiner Spieler. Und auch was die Ernährung vor so einem frühen Spiel betrifft, erwartet Jacobsen Disziplin: "Dass man da morgens nicht zum Bäcker fährt und sich drei Schoko-Croissants reinhaut, versteht sich doch von selbst."

Brunch im VIP-Bereich

Etwas umfangreicher gestalten sich die Vorarbeiten bezüglich der Abläufe in der Arena, wie Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann bestätigt. "Wir öffnen die Halle schon um 10.30 Uhr. Gerade im VIP-Bereich können wir da nicht mit dem herkömmlichen Angebot planen, sondern haben das Catering eher Richtung Brunch umgestellt", erläutert Kettemann, die ansonsten relativ entspannt mit der Thematik umgeht. "Wie die Zuschauer, die neue Anwurfzeit letztlich annehmen, muss man dann vielleicht auch über die gesamte Saison betrachten."

Dass mit N-Lübbecke am Sonntag zudem kein Gegner aus der ersten antritt, macht die Situation für die Löwen, bei denen im ersten Heimspiel gegen Minden mit 4639 Zuschauern schon deutlich Luft nach oben war, wohl nicht einfacher, aber auch hier verweist Kettemann aus die Zahlen im Vorjahr. "Da hatten wir relativ früh die Spitzenspiele gegen Flensburg und Magdeburg und die Arena war nicht ausverkauft", hat die Geschäftsführerin ausgemacht, dass die Handball-Fans in der Region wohl generell etwas Anlaufzeit brauchen. "Wir nehmen die neue Anwurfzeit jetzt an und versuchen, das Beste daraus zu machen."