Rhein-Neckar Löwen

Handball Löwen am Donnerstag gegen Balingen

Steigerung in der Offensive erwünscht

Mannheim.Für Kristján Andrésson (Bild) stand am Mittwoch ein Termin an, der fraglos wichtiger als jedes Training mit den Rhein-Neckar Löwen ist. Der Coach des Handball-Bundesligisten ging zur Einschulung seines Sohnes Noah, entsprechend versammelte er seine Mannschaft erst am Nachmittag zur abschließenden Einheit vor dem Heimspiel am Donnerstag (19 Uhr) gegen HBW Balingen-Weilstetten.

Andrésson war zuletzt zufrieden mit dem, was er von seinem Team in der Abwehr sah. Beim ungefährdeten 27:17-Auswärtssieg über die HSG Nordhorn-Lingen ließ der zweifache deutsche Handball-Meister im ersten Durchgang nur sechs Gegentreffer zu und kam zu zahlreichen Ballgewinnen – doch genau an diesem Punkt begann dann auch die nachvollziehbare Kritik des Coaches.

„Bei solch einer Defensivleistung müssen wir einfach mehr Tore erzielen“, sagte der Isländer, der auch im Besitz der schwedischen Staatsbürgerschaft ist und das schnelle Umschaltspiel sowie die letzte Konsequenz in der Offensive vermisste: „Im Gegenstoß und im Positionsangriff müssen wir es besser hinbekommen. Wir hatten zwar das Spiel unter Kontrolle, aber die Fehlerquote war zu hoch.“

Der Coach hat allerdings eine Erklärung für die bisweilen etwas holprige Offensivleistung seiner Mannschaft. Andy Schmid fiel in der Saisonvorbereitung einige Zeit aus, zuletzt musste auch der nun wahrscheinlich wieder genesene Alexander Petersson mit Rückenproblemen passen. Entsprechend fehle es momentan ein wenig an Abstimmung und Feinjustierung, sagt der Trainer, der noch um ein bisschen Geduld bittet: „Meine Spieler haben alle fantastische Fähigkeiten. Aber wir sind jetzt erst acht Wochen zusammen.“

Die Balinger reisen mit den beiden ehemaligen Löwen Vladan Lipovina und Filip Taleski an, die vor dieser Saison zu den Schwaben wechselten und mit elf Treffern einen großen Beitrag zum unerwarteten 36:23-Erfolg des Aufsteigers über die hoch gehandelte MT Melsungen leisteten. „Dieses Ergebnis hat nicht nur uns, sondern sicherlich die ganze Liga überrascht“, sagt Löwen-Sportchef Oliver Roggisch, der die Begegnung gegen die Schwaben auch als Chance sieht, sich vor den schweren Aufgaben in Magdeburg und Melsungen in Form zu bringen: „Wir müssen zusehen, möglichst unsere optimale Leistung abzurufen.“ 

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