Rhein-Neckar Löwen

Handball Löwen heute gegen Barcelona in der Champions League

Stets spektakulärer Königsklassen-Klassiker

Archivartikel

Mannheim.Ein ganz normales Spiel hat es zwischen diesen beiden Mannschaften in der Mannheimer SAP Arena noch nie gegeben. Wenn die Rhein-Neckar Löwen in der Champions League auf den FC Barcelona treffen, geht es immer spektakulär zu. Eine furiose Aufholjagd (31:31 nach 12:18 im September 2017), einen Zittersieg (22:21 im September 2015), eine berauschende Gala (38:31 im April 2014) und ein Torfestival (38:38 im Februar 2011) zeigten die Badener in den vergangenen Jahren schon gegen die ruhmreichen Katalanen, die noch nie in der Quadratestadt gewannen. Und das soll auch so bleiben, wenngleich Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen vor dem heutigen (19 Uhr) Königsklassen-Knaller die Schwierigkeit der Aufgabe bewusst ist. „Barcelona ist einer der Favoriten auf die Teilnahme am Final Four“, sagt der Däne, der mit seiner Mannschaft in der sehr schweren Vorrundengruppe A vor allem in den Heimspielen siegen will, um sich fürs Achtelfinale zu qualifizieren.

Katalanen dominieren national

Dass es nach dem geglückten Bundesliga-Saisonstart inklusive Tabellenführung und Supercup-Gewinn nun gleich gegen eine der besten Mannschaften Europas geht, freut Jacobsen: „Es ist schön, jetzt gegen einen der Titelanwärter zu spielen und sich mit diesem Gegner zu messen. In dieser Partie werden wir sehen, wie weit wir mit unserer neuformierten Truppe sind und wie groß der Abstand zur absoluten Weltspitze ist.“

Die Katalanen sind am Wochenende mit einem 50:24-Sieg (!) gegen Alcobandas in die spanische Liga Asobal gestartet. Das klare Ergebnis sagt über die Form des FC Barcelona allerdings gar nichts aus, wird die Mannschaft doch auf nationaler Ebene seit Jahren mangels Konkurrenz praktisch nicht gefordert. Im April dieses Jahres kassierte Barcelona als feststehender Meister beim 28:29 gegen BM Granollers die erste Liga-Niederlage seit dem 18. Mai 2013. Zuvor hatte die Mannschaft 146 Spiele (!) nicht verloren. Acht Meisterschaften und sieben Pokalsiege in Folge sprechen für sich – müssen aber nichts heißen, wie die Bilanz der Katalanen in Mannheim zeigt.