Rhein-Neckar Löwen

„Unterstützung ist notwendig“

Archivartikel

Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen.

Frau Kettemann, wie kann man sich aktuell die Lage bei den Löwen vorstellen? Kommen die Spieler nun von der Nationalmannschaft zurück und es wird trainiert?

Jennifer Kettemann: Wir haben den Spielern bis Montag erst einmal freigegeben. Es wurde zuletzt viel trainiert, das haben sich die Jungs verdient. Am Montag werden wir uns dann in allen Bereichen zusammensetzen, die Lage bewerten und entscheiden, wie wir die Situation weiter gemeinsam angehen.

Viele Ligen haben sich den 19. April als Datum gesetzt, um dann gegebenenfalls wieder weiterzumachen. Die Handballer in den Profi-Ligen setzen bis zum 22. April aus. Was hat es damit auf sich?

Kettemann: Wir haben im Vorfeld viel darüber diskutiert, aber der Beschluss des HBL-Präsidiums bezieht sich darauf, dass die nächsten drei Spieltage abgesagt wurden. Es würde dann mit dem 31. Spieltag weitergehen, der mit den Donnerstags-Partien am 23. April beginnt. Das wurde auch so gewählt, damit es realistisch ist, die Spieltage eventuell noch nachholen zu können.

Einige Ihrer Bundesliga-Kollegen fordern Unterstützung aus der Politik, um wirtschaftliche Folgen abzumildern? Wie stehen Sie dazu?

Kettemann: Proficlubs im Handball sind mittlerweile Wirtschaftsunternehmen. Auch wir sind von dieser Krise betroffen und haben zunächst mal nur Ausgaben und keine Einnahmen. Hier steht die Zukunft einer kompletten Sportart auf dem Spiel. Wir fordern sicher keine Sonderbehandlung durch die Politik, aber eine Unterstützung ist zwingend notwendig, damit die Clubs diese schwere Zeit überstehen. th

Zum Thema