Rhein-Neckar Löwen

Vermarktung Löwen nehmen Vorreiterrolle ein

Virtuelle Erlebniswelt entsteht

Archivartikel

mannheim.Die Rhein-Neckar Löwen wollen ihren Fans und Sponsoren noch mehr bieten – und zwar mit modernster Technik und virtueller Realität (VR). Zur nächsten Saison in der Handball-Bundesliga gibt es deshalb eine neue „VR Löwen App“ mit 360-Grad-Bilderwelten und 3D-Audio-Technologie. Wie der Club bei der Präsentation am Mittwoch in der Mannheimer SAP Arena mitteilte, ist der Bundesligist der weltweit erste Profisportverein, der auf diese Art und Weise eine neue Form der Kommunikation schafft.

Neue Partner durch mehr Nähe

„Wir möchten der innovativste Club sein, Nähe zu Fans und Sponsoren schaffen, neue Zuschauer gewinnen und weitere Partner an uns binden, indem wir besondere Einblicke gewähren“, sagte Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Über die App könnten die Löwen künftig ein Trickwurf-Training mit Superstar Uwe Gensheimer, ein Fitnessprogramm mit Dauerbrenner Alexander Petersson oder ein Krafttraining mit Muskelmann Jannik Kohlbacher anbieten. In regelmäßigen Abständen sollen in der neuen Saison aktuelle 360-Grad-Inhalte eingespielt werden, zum Beispiel auch von Trainingseinheiten oder Reisen zu Auswärtsspielen. Das alles soll den Badenern hohe Zugriffszahlen verschaffen, was sich wieder entsprechend vermarkten lässt.

Wie die Löwen bekanntgaben, haben sie bereits neue Partner gefunden, die das Projekt mitfinanzierten und sich bislang nicht beim Bundesligisten engagierten. Weitere neue Sponsoren sollen in den nächsten Monaten gewonnen werden.

Der Zugang in die „VR Löwen Welt“ erfolgt per Smartphone, mit handelsüblichen Kopfhörern und einem sogenannten Cardboard, in das das Smartphone gesteckt wird.

Sportchef Oliver Roggisch geht davon, dass die Technologie irgendwann auch zu Trainingszwecken genutzt wird: „Zur Taktikschulung kann das ein gutes Mittel sein. Man bewegt sich im Raum, ohne sich groß anstrengen zu müssen. Oder wenn ich da an Neuzugänge denke: Es ist durchaus möglich, diesen Spielern künftig zwei Monate vor ihrem Wechsel zu uns unsere Spielzüge auf diese Art und Weise zur Verfügung stellen, so dass sie dann taktisch bestens vorbereitet zum Trainingsauftakt bei uns erscheinen.“