Rhein-Neckar

„Medicus“  kommt nach Speyer

Archivartikel

Knochensägen, Schädelbohrer und eine heilende Statue aus dem alten Ägypten gehören zu den mehr als 600 Ausstellungsstücken, die das Historische Museum der Pfalz in Speyer ab Dezember in der Sonderausstellung „Medicus - die Macht des Wissens“ präsentiert. Da die Schau nach Angaben von Museumsdirektor Alexander Schubert den literarischen Zugang des Weltbestellers „Der Medicus“ von Noah Gordon nutzt, begleitet der 93-jährige US-Autor die Vorbereitung aus der Ferne.

„Wir kommunizieren mit seinem Sohn über WhatsApp und er gibt uns viel Input“, verrät Kurator Sebastian Zanke. Gordon sei die Idee zu dem Roman während seiner Zeit als freiwilliger Helfer im Sanitätsdienst gekommen. Aufgrund seines Alters könne er zwar nicht mehr nach Speyer reisen, „er hat uns für die Eröffnung aber eine sehr persönliche Videobotschaft geschickt und stellt uns ein ganz besonderes Exponat zur Verfügung.“

Prominenter Berater und Partner der Medicus-Ausstellung ist der Arzt, Autor, Komiker und Moderator Eckart von Hirschhausen, der im Januar für einen Talk in die Domstadt kommt.Gezeigt werden medizingeschichtliche Fundstücke aus mehr als 5000 Jahren. Zu den Leihgebern gehören unter anderem der Louvre in Paris und die Uffizien in Florenz. (Sin)