Rhein-Neckar

Schriesheim Anti-Windkraft-Plakate in der Talstraße zum wiederholten Male zerstört

Mit dem Messer aufgeschlitzt

Verständnislosigkeit, Empörung, ja Wut herrschen bei den Mitgliedern der Initiative „Gegenwind“ über die jüngste erneute Zerstörung ihrer Transparente gegen Windkraft.

Autofahrern, die die Talstraße in den Ort fahren, kennen die großen Banner der Initiative Gegenwind auf einer kleinen privaten Gründfläche, die sich gegen den Bau von Windkraftanlagen wenden. Mit den dort platzierten Plakaten will die Initiative die Bevölkerung wachrütteln, dass die in einem Naherholungsgebiet geplanten Windräder keineswegs niedlich sind, „sondern sogar noch die Höhe eines Fernsehturms überragen können“, wie es heißt.

Doch nun sind sie erneut zerstört und offensichtlich sogar mit einem Messer zerfetzt worden. Wann genau dies geschah, steht nicht fest; festgestellt wurden die Schäden jedoch am Maifeiertag. Vermutlich wurden diese Zerstörungen um Mitternacht gemacht, heißt es bei der initiative, das hätten Anwohnern berichtet. „Es ist nicht das erste Mal, dass unsere Banner von irgendwelchen Vandalen heruntergerissen und mutwillig zerstört wurden“, erklärte der Vorsitzende der Initiative, Frank Funcke. „Das ist kein dummer Bubenstreich mehr“, formulierte Funcke empört. In einer Demokratie könne jeder seine Meinung äußern, aber das dürfe nicht dazu führen, dass man private Grundstücke betritt und dort zerstöre, was einem nicht in sein politisches Gesichtsfeld passe. „Haben diese denn überhaupt keinen Respekt vor fremden Eigentum?“, fragt Funcke. „Wir haben natürlich Strafanzeige gestellt“.

Die Polizei ermittelt, die Stadt sieht, da es sich um Privatgelände handelt, jedoch weder Anlass noch Möglichkeit zur eigenen Initiative.