Rhein-Neckar

Ladenburg 68. Martinsumzug durch Altstadt ein voller Erfolg

Neue Route kommt offenbar gut an

Am Himmel leuchteten zwar keine Sterne. Stattdessen fiel Regen. Doch unten in Ladenburg, da ließen Hunderte von Kindern ihre Laternen leuchten. Trotz des miesen Wetters liefen sie mit Eltern, Verwandten und Freunden durch die Gassen. Vorneweg ritt Gunter Stamm mit Federbuschhelm und rotem Umhang auf dem Schimmel "Matador" vom Pferdesportverein der Römerstadt. Nicht nur, dass der Heilige St. Martin, der einst seinen Mantel mit einem Bettler teilte, ein römischer Legionär gewesen sein soll. Ebenso passend zur schönen Sage startete der Umzug am Martinstor, auf dessen Turm oben die berühmte Szene in Stein gemeißelt ist.

Begleitet von den Klängen der Stadtkapelle Ladenburg und des Evangelischen Posaunenchors sowie gesichert von Polizeiauto und Feuerwehr zog die Lichterprozession durch die Altstadt. "Wahnsinn, wie viele trotz des Regens dabei sind", freute sich Andrea Bündgens von der zum 68. Mal regieführenden Kolpingsfamilie. Aus organisatorischen Gründen führte die Route erstmals vom Martinstor zur evangelischen Kirche. Eigentlich im Pfarrgarten geplant, fand das Martinsspiel der städtischen Kindertagesstätte "Römernest" wetterbedingt drinnen statt. Für stimmungsvolles "Schneegestöber" sorgte Philipp Schollmeier mit seinem Team.

"Das habt ihr toll gemacht, deswegen gab es auch viel Beifall", lobte Diakon Thomas Pilz die Vorschüler um die Erzieherinnen Martina Jacquemin, Myrke Martins da Silva, Yvonne Graupner und Brigitte Griesmann. "Sie haben das Tage lang fleißig geübt", sagte Kitaleiterin Jenny Reinemuth und lud ein, bei "Römernest"-Elternbeirat und Förderverein Kinderpunsch und Glühwein gegen Spenden für einen guten Zweck zu genießen, um das Thema Teilen mit Leben zu füllen. pj