Rhein-Neckar

Schriesheim Stadt hat Ambrosie entfernen lassen

Nur noch harmlose Blumen in den Beeten

Sie sind weg, die Anwohner können aufatmen: Bürgermeister Hansjörg Höfer bestätigt auf Nachfrage des „MM“, dass die hoch allergenen Ambrosiapflanzen, die in mehreren städtischen Beeten wuchsen, mittlerweile entfernt wurden.

Anfang Juli entdeckte der Schriesheimer Karl Wilhelm Bauer gleich mehrere Exemplare der Beifuß-Ambrosie in Grünstreifen entlang der B3 (der „MM“ berichtete). Der Korbblütler, der aus Nordamerika eingeschleppt wurde, hat es in sich: Seine Pollen können die Schleimhäute reizen und bei empfindlichen Menschen zum Teil schwere Asthma-Anfälle hervorrufen. Zunächst wurde der Fund vom städtischen Bauamt, das auch für die Grünflächen verantwortlich ist, anders bewertet; es handle sich bei den Pflanzen um harmlose Schmuckkörbchen, ließ die Behörde verlauten.

Ein Gutachten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg ergab indes etwas anderes: Bei einem hoch aufgeschossenen Exemplar stand für Fachfrau Sandra Dezenter fest, dass es sich um das allergene Gewächs handelt. Auch Höfer hakte noch einmal nach und hörte dasselbe und erklärt: „Dann habe ich die Entfernung der Pflanzen veranlasst.“ Mitarbeiter des Bauhofs rückten an, jäteten und entsorgten die Gewächse. Auch an einer anderen Stelle seien sie tätig geworden, fährt Höfer fort. Nachdem Bauer ihn Mitte des letzten Monats noch einmal kontaktierte, wurde das Kraut auch aus einem benachbarten Beet an der B3 geholt. Gerade noch rechtzeitig: Denn jetzt, Anfang August, beginnt die Blütezeit der Ambrosie.

Bleibt die Frage, wie die Pflanzensamen ins städtische Beet gelangten. Höfer erklärt, dass ihm der Verkäufer der Saatgutmischungen, die die Stadt hier einbrachte, versichert habe, dass sein Produkt nicht mit Ambrosia verunreinigt gewesen sei: „Ich denke, dass die Saat wohl im Erdreich war.“ Sie habe sich demnach bereits dort befunden, erklärt er: „Man merkt, wie wichtig es ist, woher die Erde kommt.“