Rhein-Neckar

Ilvesheim Am 11. Februar startet wieder ein Fasnachtszug / Aktuell 40 Motivwagen und Fußgruppen / TÜV-Abnahme erforderlich

Ohne ein Gutachten läuft nichts

Der Ilvesheimer Fasnachtszug nimmt so langsam Konturen an. Vor knapp zwei Wochen zählte Organisatorin Klaudia Fleuchaus lediglich 15 Anmeldungen. Enttäuscht verlängerte sie die Meldefrist. Gestern klang Fleuchaus wesentlich optimistischer. Denn die Zahl der Teilnehmer ist auf 40 Motivwagen und Fußgruppen gewachsen. Da bekanntlich bis kurz vor der Veranstaltung noch Anmeldungen eintreffen, kann man am 11. Februar wieder mit einer zugkräftigen Veranstaltung rechnen.

Große Herausforderung

Die „Lachende Insel“ setzt sich dann um 14.11 Uhr in der Kanzelbachstraße in Bewegung. Klaudia Fleuchaus, die mit Thomas Butz – beide gehören dem Karnevalverein Insulana Ilvesheim an – den närrischen Lindwurm organisiert, hob im Gespräch mit dem „MM“ die Notwendigkeit einer TÜV-Abnahme bei den Motivwagen hervor. Ohne ein Gutachten eines anerkannten Prüfers darf ein Fasnachtswagen nicht starten, so die Zugchefin. Sie hat für den 8. Februar einen Prüfungstermin ausgemacht, an dem sich die Teilnehmer aus Ilvesheim beteiligen.

Bis dahin müssen die Vereine an ihren Wagen noch fleißig werkeln. Erschwerend kommt hinzu, dass die Teilnehmer drei Tage vor dem eigentlichen Termin fertig sein müssen. Eine große Herausforderung, wie ein verantwortlicher Vereinschef formulierte. Mit Gutachten kann dann aber hoch auf dem bunten Wagen den Narren am Wegesrand zugejubelt werden. Klar, dass es dann auch Gutsel und andere Dinge regnet.

Im Jahre 2016 – alle zwei Jahre findet in Ilvesheim der Umzug statt – verließ das Zügel die ausgetretenen Pfade und rollte nach Seckenheim. Dies war den Ortsjubiläen geschuldet, die Ilvesheim als auch Seckenheim feierten. Nun begibt man sich wieder auf den traditionellen Weg. Der Zug startet in der Kanzelbachstraße und bewegt sich über den Mühlenweg, die Weinheimer Straße, die Wachenheimer Straße, die Straße Beim Schlossgarten, in die Ruppertsberger Straße, in die Neue Schulstraße, Deidesheimer Straße und Hauptstraße, um auf der Schlossstraße in die Zielgerade einzubiegen. Dann geht es Richtung Ladenburger Straße und links in die Schriesheimer Straße, in der sich das Zügel auflöst. So ist die Route geplant und beim Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises beantragt, wie Janina Schückle vom Ilvesheimer Bauamt auf Anfrage informierte. Auf die Genehmigung wird noch gewartet.

Die stellvertretende Amtsleiterin Schückle teilte auch mit, dass ab 12 Uhr ein Halteverbot auf der Zugstrecke, auf dem Parkplatz neben dem Chécy-Platz und gegenüber der Avia-Tankstelle, wo Einsatzfahrzeuge parken, gilt. Der Bauhof sperrt die Zugstrecke mit Absperrgittern ab 13 Uhr ab. Falls auf der Strecke noch Fahrzeuge geparkt sein sollten, werden diese abgeschleppt. Ab 13 Uhr ist auch die Einfahrt in den Mühlenweg am Friedhof nicht mehr möglich. Zugteilnehmer sollten daher bis 13 Uhr anrollen, ansonsten müssen sie einen Umweg durch die Goethestraße nehmen, um in die Kanzelbachstraße zu gelangen.

Party bei den Handballern

Die Besucher, die am Wegesrand den fahrenden oder laufenden Narren zujubeln, werden gewiss wieder eine große Freiluftparty veranstalten. Hier und da werden Höfe geöffnet und Getränke gereicht. Es gibt aber auch ganz offizielle Verpflegungsstände. Auf dem Chécy-Platz bieten traditionell die DLRGler Nahrung und Flüssiges an. Die SpVgg-Handballer, die den Zug gleich mit zwei Nummern bestücken, laden wieder zur Party Beim Schlossgarten 17 (Getränke Wagner) ein. Hier gibt es reichlich Getränke, Grillwürste, Musik, Stimmung und eine doppelte Zugmoderation.

Die Organisatoren Klaudia Fleuchaus und Thomas Butz hoffen noch auf weitere Teilnehmer, aber auch auf Mottos und Erläuterungen der bisher Gemeldeten.