Rhein-Neckar

Plastik in jedem dritten Storchen-Gewölle gefunden

Archivartikel

Karlsruhe/Rhein-Neckar.In etwa jedem dritten von mehr als 170 Gewöllen von Störchen hat die Karlsruher Studentin Franziska Fritz Teile aus Plastik gefunden. Mit einem Gewölle speit ein Storch nach dem Fressen wieder aus, was er nicht verdauen kann. Fritz hatte die ausgewürgten Klumpen aus Nestern zwischen Altlußheim (Rhein-Neckar-Kreis) und Iffezheim (Landkreis Rastatt) gesammelt und untersucht.

Neben Skelettresten kleiner Tiere und Panzerteilen von Insekten oder Krebsen fand die 28-Jährige auch Schnüre, Hartplastikstücke und jede Menge Gummis in den Gewöllen - in einem der Klumpen gleich mehrere Gummibänder auf einmal. «Das könnte beim Hochwürgen gefährlich sein», erklärt Fritz, die Biodiversität und Umweltbildung an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe studiert.  

Nach Angaben des Naturschutzbunds Deutschland sind Störche Allesfresser, die ihre Nahrung gelegentlich auf Mülldeponien suchen. Wie gefährlich Plastik für die Vögel ist, sei noch unklar.

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