Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Wann die Feuerwehr Wasser abpumpt

Putzlappen ist die Grenze

Archivartikel

Die Feuerwehr bekämpft nicht nur Brände, sie rückt auch bei Unwetter an. Wenn sich bei Wolkenbrüchen Wasser im Keller sammelt, sind die ehrenamtlichen Retter gefragt. Aber wann ist das Wasser ein Fall für die Feuerwehr? Kommandant Elmar Bourdon aus Ilvesheim hat eine einfache Faustformel. Bei mehr als drei Zentimetern Höhe können Pumpen und Sauger der Feuerwehr tatsächlich helfen. „Da kann man mit unseren Geräten ansetzen“, erklärt er. Bei einer Gebäudegröße von zehn auf zehn Metern kommen da immerhin drei Kubikmeter zusammen.

Liegt der Wasserstand darunter, muss die Feuerwehr passen. „Das können die Leute dann wunderbar selbst machen“, erläutert der Kommandant und spricht dabei von der „Putzlappengrenze“. Mit Eimer, Lappen und Schöpfgeräten geht es dem Wasser dann an den Kragen. „Viele haben auch diesmal wieder zu diesen Mitteln gegriffen“, berichtet Bourdon. Dort, wo Not am Mann ist, hilft die Feuerwehr selbstverständlich. „Bei flächendeckenden Unwetterereignissen wie am Dienstag ist das grundsätzlich kostenfrei“, weist der Kommandant auf eine großzügige Regelung in der Satzung der Gemeinde Ilvesheim hin. Andere handhaben das ähnlich.

Sauger gestohlen

Bei Wasserschäden haben die Feuerwehren Pumpen und Sauger im Einsatz. Letztere sehen aus wie ein Industriestaubsauger. Sie werden mit Strom betrieben und sammeln das Wasser in einem Behälter. Sobald dieser voll ist, wird er über einen Löschwasserschlauch abgeführt.

Was Hab und Gut der Menschen vor Schaden bewahren und vielleicht sogar Leben retten kann, ist manchen Zeitgenossen allerdings alles andere als heilig. In Dossenheim wo am Dienstag mehr als 30 Unwettereinsätze zu verzeichnen waren, haben Unbekannte einen dieser Sauger auf offener Straße mitgehen lassen. Die Feuerwehr hat sich deshalb an die Polizei gewandt, die jetzt ermittelt. hje