Rhein-Neckar

Ladenburg Neuer Teilnehmerrekord beim 11. Silvesterlauf

Sieger sind auch privat ein Paar

Archivartikel

Es ist kein Startschuss, der am Silvestervormittag am Römerstadion in Ladenburg ertönt. Stattdessen schickt der Klang einer Bootstrommel die Teilnehmer auf die letzten sportlichen Runden für das bald darauf im wahrsten Sinne des Wortes abgelaufene Jahr 2019. Obwohl die Drachenbootler im Fußballverein 03 Regie führen, findet ihr spaßiges Finale nicht auf dem Wasser statt. Denn die Paddelsaison haben die „Römer Dragons“ ja bereits beendet.

Seit 2009 lädt die Abteilung am letzten Tag des Jahres zum Volkslauf ohne Stress ein: Weder ist eine Anmeldung erforderlich, noch wird eine Startgebühr erhoben. Die Zeiten werden von Hand gestoppt und sind nicht besonders wichtig. Jung und Alt gehen gemeinsam an die Startlinie, Geübte und Gelegenheitsjogger ebenso wie Anfänger und Nordic Walker. Bei der elften Auflage verzeichnet das Rennen mit 120 Teilnehmern einen neuen Rekord. Markus Walz, einer der „Dragons“-Steuerleute, gibt das Startzeichen. Er ist auch seit 2005 Gründungsmitglied der 03er-Wassersportsparte, deren ehemaliger Chef und einer der Urheber dieses Laufs: Dieser war vor zehn Jahren aus einer privaten Tradition der örtlichen Familien Kurz, Meer und Walz hervorgegangen.

Familiäre Veranstaltung

„Wenn ich mir ansehe, wer da heute alles an den Start geht, so querbeet durch die Gesellschaft, dann ist das sehr erfreulich für uns“, sagt Walz strahlend. „Diese attraktive und familiäre Veranstaltung findet weiter wachsenden Zuspruch“, freut sich „Dragons“-Sprecher Ecki Mayer über den Teilnahmerekord. „Das ist ein cooler Abschluss fürs Jahr: Man trifft viele Leute, und es gibt Glühwein“, bekräftigt Mona Wiest schmunzelnd. Erkältungsbedingt feuert sie als Zuschauerin mit ihrem Vater Mike die Laufgruppe um dessen Frau Nina Schwabe an. Simone Wolf gehört auch dazu.

„Nina und Birgit sind jeden Sonntagmorgen eine wahnsinnige Motivation für mich“, sagt die Ladenburgerin über ihre Mitläuferinnen. Nach einer längeren, verletzungsbedingten Trainingspause war dieser Silvesterlauf von besonderer Bedeutung für sie: „2020 steige ich wieder voll ins Training ein.“ Auch das Siegerpaar Anne Vormwald und Sebastian Körner hat für das neue Jahr sportliche Vorsätze gefasst: „Ich mache die Trainerlizenz im Triathlon“, sagt Körner. Der 29-jährige Ladenburger freut sich, dass er bei seinem Start-Ziel-Sieg über sechs Kilometer in 25:30 Minuten sogar seinen jüngeren Bruder Fabian distanzieren konnte.

Als schnellste Frau ging Vormwald nach fünf Runden über die Ziellinie. „Er läuft ein angenehm konstantes Tempo“, berichtet sie nach ihrem dritten Start und Sieg seit 2017. „Das ist ein schöner Abschluss mit Freunden und Familie“, findet die Läuferin. Ihr sportliches Ziel für 2020? „Ich möchte im Juni meine erste Mitteldistanz im Triathlon über zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und einen Halbmarathonlauf absolvieren.“ pj

Info: Fotostrecke auf www.morgenweb.de/ladenburg

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