Rhein-Neckar

Rhein-Neckar Bau des 3,3 Kilometer langen L 597-Abschnitts dauert voraussichtlich bis Ende 2024 / Neckarbrücke kommt zum Schluss

Spatenstich für Ortsumgehung im April geplant

Archivartikel

Der erste Spatenstich für den Neubau der L 597 mit Neckarbrücke bei Ladenburg erfolgt voraussichtlich im April. Diesen Termin nannte gestern eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Karlsruhe auf Anfrage des „MM“. Bislang war als Baubeginn nur vage das Frühjahr genannt worden.

Der 3,3 Kilometer lange Abschnit ist der dritte und letzte des Neubaus der L 597 zwischen Friedrichsfeld und Ladenburg. In den 1980er Jahren wurden die Abschnitte bis zur L 637 (Seckenheimer Hauptstraße) errichtet. Für den noch ausstehenden Abschnitt von der L 637 bis zur L 597 nördlich von Ladenburg hat das Land Baden-Württemberg Finanzmittel in Höhe von rund 35 Millionen Euro bereitgestellt. In dem jetzt anstehenden Abschnitt müssen neun Bauwerke errichtet werden, wobei die Neckarbrücke bei Ladenburg das Kernstück darstellt. Deren rund 15 Millionen Euro teurer Bau beginnt jedoch erst 2022. Der gesamte Streckenabschnitt soll nach Angaben des Landes Ende 2024 dem Verkehr übergeben werden.

Im laufenden Jahr stehen vier Bauwerke auf dem Zeitplan. Zwischen Seckenheim und Neu-Edingen wird mit der Unterführung unter dem RNV-Gleis und der L 637 begonnen. In Ladenburg startet der Bau der Brücke über das Industriegleis. Ferner soll hier eine weitere Brücke mit Geh- und Radweg über die künftige L 597 gebaut und der Anschluss an die vorhandene Ortsumgehung im Norden von Ladenburg hergestellt werden.

Kaum Behinderungen

Die Arbeiten erfolgen überwiegend außerhalb des bestehenden Straßennetzes. „Sämtliche Fahrbeziehungen bleiben erhalten“, erläutert das RP. Nur dort, wo Anschlüsse an die bestehenden Straßen hergestellt werden, lassen sich örtliche Umfahrungen und Ampelregelungen nicht vermeiden.

Aus Anlass des bevorstehenden Baubeginns haben sich in dieser Woche die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Boris Weihrauch und Gerhard Kleinböck zu Wort gemeldet. „Ein wichtiger Meilenstein für die lärmgeplagten Menschen insbesondere in Seckenheim und Ilvesheim. Dafür wurde über Jahrzehnte gekämpft, die Beharrlichkeit hat sich gelohnt“, schreiben die beiden SPD-Politiker.

Info: Dossier zum Thema: www.morgenweb.de/l597