Rhein-Neckar

Neckar-Bergstraße Ladenburg und Edingen-Neckarhausen laden für Sonntag zum „Aktionstag Lebendiger Neckar“ ein / Ilvesheim erstmals nicht dabei

Spiele, Spaß und Musik rund ums Wasser

Entdeckungen in der Fischkinderstube, Live-Musik an der Fähre und jede Menge Erfrischungen für Radfahrer und Wanderer: Zum 18. Mal findet am kommenden Sonntag, 16. Juni, der „Aktionstag Lebendiger Neckar“ statt. Auf rund 60 Kilometern Länge laden Gemeinden, Vereine und Organisationen dazu ein, den Fluss und sein Umland zu entdecken. Auch das Wetter dürfte mitspielen: Wenn sich die Vorhersagen bestätigen, bleibt es am Sonntag trocken. Allerdings wird der Aktionstag erstmals ohne die Mitwirkung der Ilvesheimer stattfinden. Der Startpunkt ist in diesem Jahr in Ladenburg und Neckarhausen.

Woran das liegt, ist am Mittwoch aus dem Rathaus der Inselgemeinde nicht zu erfahren. Bürgermeister Andreas Metz weilt derzeit im Urlaub. Die zuständige Mitarbeiterin möchte sich zu dem Thema lieber nicht äußern und verweist darauf, dass die Vereine diese Entscheidung getroffen hätten.

„Aufwand muss sich lohnen“

Dass Ilvesheim nicht dabei ist, liege einerseits am Termin, sagt Rolf Sauer, Vorsitzender des Angelsportvereins 1928: In diesem Jahr fällt der Aktionstag mitten in die Pfingstferien. Deshalb hätten Schulen und Kindergärten nicht mitmachen können, so Sauer. Hinzu kommt, dass im vergangenen Jahr schon die Mannheimer abgesprungen und auch in diesem Jahr nicht mit von der Partie sind. „Dadurch haben wir keinen Durchgangsverkehr mehr zwischen Mannheim und Heidelberg“, erklärt Sauer. Bereits im vergangenen Jahr hätten die Ilvesheimer das gemerkt: „Da war der Aktionstag so schwach besucht, dass sich der Aufwand kaum gelohnt hat.“

Der Vereinsvorsitzende bedauert das. „Wir haben immer nette Gespräche geführt. Und unsere Angebote waren auch für die Besucher sehr informativ.“ Sogar ein Aquarium hatten die Vereinsmitglieder schon aufgebaut. Aber diese Anstrengungen müssten sich eben auch lohnen, findet Sauer.

Mannheim begründet seinen Ausstieg mit Sparvorgaben. Im Rahmen des Haushaltsstrukturprogramms habe die Stadt entschieden, in diesem „und auch in den künftigen Jahren nicht mehr dabei zu sein“, heißt es aus dem Fachbereich Sport, der bei der Mannheimer Stadtverwaltung für das Thema zuständig ist.

In Ladenburg und Edingen-Neckarhausen beteiligen sich dagegen wieder viele Gruppen am Aktionstag. Auf der Ladenburger Festwiese zeigt der Tanzsportclub Blau-Silber verschiedene Tanzstile und Choreographien, auf ihrem Freizeitgelände laden die NaturFreunde Kinder und Erwachsene zu Spielaktionen ein. Mittelpunkt des Geschehens werden wieder die Fähranleger an beiden Seiten des Ufers sein: In Ladenburg präsentieren zum Beispiel das Technische Hilfswerk und die Johanniter ihre Arbeit. Auf der anderen Seite in Neckarhausen sorgen verschiedene Musikgruppen für Unterhaltung. Die Neckarfähre zwischen Ladenburg und Neckarhausen ist an diesem Tag für motorisierte Fahrzeuge gesperrt – Fußgänger und Radfahrer können sie dagegen kostenlos benutzen. In Edingen bietet der Turnverein einen „kleinen Fährbetrieb“ zum Schwabenheimer Hof an.

Programm bis nach Eberbach

Wer noch weiter auf Entdeckungstour gehen will, kann den Radweg oder die S-Bahn in Richtung Heidelberg nutzen. In der Universitätsstadt stehen auf der Neckarwiese, der Theodor-Heuss- und der Alten Brücke zahlreiche Vorführungen und Konzerte auf dem Programm. Die Route des Lebendigen Neckars reicht über Neckargemünd bis nach Eberbach.

Der Aktionstag wird gemeinsam von den teilnehmenden Städten und Gemeinden veranstaltet – und soll den Bewohnern der Region den Naturraum Neckar näherbringen. Mit dem Ausscheiden der Ilvesheimer wird die Kette der Teilnehmer-Gemeinden in diesem Jahr um ein weiteres Stück kürzer. Rolf Sauer vom Angelsportverein hofft, dass das kein Dauerzustand wird: Sollte Mannheim in den kommenden Jahren doch einmal wieder mitmachen, würde sich bestimmt auch Ilvesheim anschließen, sagt er.

Info: Alle Programmpunkte unter www.lebendigerneckar.de