Rhein-Neckar

Stau-Chaos auf A5 und A6

Archivartikel

Walldorf/St. Leon-Rot.Rund um das Autobahnkreuz Walldorf haben sich am Donnerstagnachmittag zwei schwere Unfälle auf der A 5 und der A 6 ereignet.

Für Verkehrsprobleme hat am Donnerstag auf der A6 bei St. Leon-Rot (Rhein-Neckar-Kreis) ein Unfall mit einem Gefahrguttransporter gesorgt. Ein mit Braunkohlestaub gefülltes Silo eines Lastwagens war bei einem Auffahrunfall mit einem anderen Lkw so beschädigt worden, dass die hochexplosive Ladung austrat, teilte die Polizei mit. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der mit Braunkohlestaub beladene Silo-Anhänger aufgerissen und die hochexplosive Ladung auf der Fahrbahn verteilt. Nach Einschätzung der Feuerwehr bestand bis zur Bergung des Ladeguts Explosionsgefahr. Der 36 Jahre alte Fahrer des Lastkraftwagens wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Der Fahrer des Silo-Transporters blieb unverletzt.

Die Autobahn musste in dem Abschnitt in beiden Richtungen zeitweise gesperrt werden. In beide Richtungen bildeten sich Rückstaus mit einer Länge bis zu 24 Kilometern. Die Sperrung in Richtung Mannheim wurde am späteren Nachmittag aufgehoben, die in Richtung Heilbronn blieb bis zum frühen Abend bestehen.

An dem Unfall auf der A 5, der sich ebenfalls am frühen Donnerstagnachmittag ereignet hatte, waren drei Fahrzeuge - darunter ein Lkw - beteiligt. Die Polizei verortet den Unfall bei St. Leon-Rot auf Höhe des Lussart-Parkplatzes in Fahrtrichtung Heidelberg. Wie die Polizei am frühen Freitagmorgen mitteilte, war ein 38-Jähriger mit seinem Lastwagen nach dem Überholen mit zu wenig Abstand wieder auf die rechte Spur gefahren und musste dann plötzlich bremsen. Dadurch fuhr der gerade überholte Lastwagen auf. Auch der 48 Jahre alte Fahrer eines Kleinlasters konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in die beiden Fahrzeuge vor ihm.

Der 48-Jährige wurde dabei in seinem Lastwagen eingeklemmt und schwer verletzt. Er musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Die beiden anderen Fahrer blieben unverletzt. Durch die Sperrung der A5 in Fahrtrichtung Heidelberg bildete sich am Donnerstagnachmittag ein bis zu zwölf Kilometer langer Stau. Gaffer sorgten dafür, dass auch in der Gegenrichtung ein Stau von bis zu vier Kilometern Länge entstand. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 60 000 Euro. (sos/dpa/pol/lina)

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